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Kirchen

Palmsonntag in Heilig Geist

11. April 2017 von

Foto: zvg

Im Musical «rise and fall» hatten die Mittelstufenschülerinnen Szenen vom Aufstieg und Fall Jesu erarbeitet.

Von

Online seit
11. April 2017

Printausgabe vom
13. April 2017
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Etwa 350 Kirchenbesuchende und an die 200 begeisterte Risotto-Geniesser trafen sich am Palmsonntag in der katholischen Kirche Heilig Geist.

Die Pfarrei Heilig Geist hat sich die Organisation von «generationenübergreifenden Anlässen» zum Ziel gesetzt. Der Palmsonntag ist ein solches Ereignis. War es das erstmals von Kindern zum Teil selbst erdachte Passions-Musical «rise and fall», oder brachte die Vorfreude auf einen feinen Risotto des Männerkochklubs die Kapazitäten des Pfarreizentrums an ihre Grenzen? Vielleicht war es das Zusammenspiel dieser Faktoren, jedenfalls fanden sehr viele Pfarreimitglieder, Jung und Alt, den Weg in die Kirche. Wie immer am Palmsonntag begann der Gottesdienst auf dem Kirchenplatz mit der Palmsegnung. Danach zogen die Kinder des Kinderchors Cantata Seconda singend in die Kirche ein. Ihre Lieder waren von der Chorleiterin Renata Jeker gut gewählt worden – eingängige Melodien, engagiert gesungen und mit textlichem Tiefgang. Im Musical «rise and fall» hatten die Mittelstufenschülerinnen Szenen vom Aufstieg und Fall Jesu erarbeitet, und sich unter Anleitung von Silvan Buess eine Geschichte von heute ausgedacht, die unter Schülern spielt und Parallelen aufweist: Wie gefährlich es für machtbewusste Menschen sein kann, wenn andere berühmt werden, und wie nicht nur Jesus damals, sondern auch Menschen heute fertiggemacht werden, wenn sie als Bedrohung der eigenen Stellung empfunden werden. Dieses Phänomen lässt sich gut in den Sozialen Medien verfolgen, wo ein wahrer Wettlauf um Berühmtheit stattfindet. Im Spiel wurde deutlich, dass menschliche Bedürfnisse und Konflikte sehr ähnlich geblieben sind, obwohl uns mehr als 2000 Jahre von den damaligen Ereignissen trennen. Das eigentlich schwierige Thema stellten die Schauspielerinnen modern, mit viel Witz und einem Happy- End dar, so dass man sich auf ein unterhaltsames Fest freuen darf, wenn am 30. Mai die «Langversion» des Musicals aufgeführt wird! Warum gab es für Jesus kein «Happy End»? Diese Frage kann man letztlich nicht beantworten, aber: Wenn Menschen – wie Jesus – statt andere besiegen zu wollen, «ihre Feinde lieben», dann geschieht «Auferstehung», dann lebt Gottes Geist unter den Menschen, und das war im Gottesdienst zu spüren. Auch beim anschliessenden feinen Risottoessen war der Andrang so gross, dass man sich seinen Platz suchen musste.

Eingesandt von Matthias Braun

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