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Dossier Haus "Sonnegg"

Ob Surfbrett oder Brotkörbchen, es gab alles

21. Mai 2014 von

Foto: Malini Gloor

Sigrist Heiri Stiefel hebt das verkaufte Möbel an, so kann die Kundin mit dem ebenfalls neu gekauften Besen jedes Stäubchen verschwinden lassen.

Von

Online seit
21. Mai 2014

Printausgabe vom
22. Mai 2014
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Der «Huusflohmärt» im Haus Sonnegg war ein riesiger Erfolg: Am letzten Freitag und Samstag gingen rund 75 Prozent aller vorhandenen Flohmarkt-Artikel «über den Tresen». Nun wird das Haus umgebaut.

Sigrist und Hauswart Heiri Stiefel hilft gerade zwei Frauen beim Einpacken eines zweiteiligen Möbelstückes, welches die eine Käuferin zuerst noch mit einem ebenfalls am Flohmarkt gekauften Handbesen abstaubt: «Den Staub habe ich schliesslich nicht mitgekauft», sagt sie augenzwinkernd. Glücklicherweise hat das Möbel im Auto Platz. Dies gilt wohl kaum für die zwei uralten Surfbretter, die vor dem Haus Sonnegg liegen und die man ebenfalls kaufen kann. Zusammen mit Sigrist und Hauswart Dani Morf organisierte Heiri Stiefel den Flohmarkt. «Wir waren rund eine Woche damit beschäftigt, das ganze Haus leerzuräumen und die Sachen verkaufsreif zu präsentieren», so die Beiden.

Ansturm bereits bei der Türöffnung

Pünktlich um 16 Uhr standen am Freitag Geschirr, Stühle, Lampen, Besen, Spielsachen, Küchenartikel, Glühlampen, Brotkörbchen, Aschenbecher und unzähliges mehr zum Kauf bereit. Ebenso pünktlich trafen die ersten Interessierten ein. Zwischen 40 und 60 Leute jeden Alters ergatterten sich viele Dinge für wenig Geld. «Spannend ist, dass oft gerade Stücke am schnellsten weggehen, bei denen man dachte, die bleiben bis zum Schluss liegen», so Heiri Stiefel. Renner seien Gläser, Kissen, Kinderspielsachen und Gesellschaftsspiele für die ganze Familie gewesen. «Möbel sind eher wenige verkauft worden. Sämtliche Restaurant-Stühle wurden per Zufall an die Fabrikkirche in Winterthur verkauft. Das ist natürlich super!» Dani Morf entpuppte sich als richtige Händlernatur: «Ein Kissen, ein Körbchen und das Dominospiel – acht Franken, o.k.?», fragte er eine Kundin. Auf ihr Nicken hin meinte er: «Wir machen hier nicht lange ‹fangis›, schliesslich sind wir froh, wenn die Sachen ein neues Zuhause finden.»

Die Einnahmen werden zum Flohmarkt diesen Sommer im reformierten Kirchgemeindehaus dazugerechnet, der am Samstag, 23. August, stattfindet. Ziel war ein «möglichst leeres Haus», denn direkt nach dem Flohmarktende am letzten Samstag wurde das Haus Sonnegg geschlossen. Die Vorphase des Umbaus ist schon am Laufen. Voraussichtlich im Herbst 2015 wird das Gebäude wiedereröffnet.

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