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Neues aus dem Stadtrat

28. März 2018 von

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28. März 2018

Printausgabe vom
29. März 2018
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Der Stadtrat von Zürich hat am 7. März dem Postulat der SP-, Grüne- und GLP-Fraktion entsprochen und eine Weisung betreffend die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Mitwirkungsprozess «Verkehr Kreis 10» erlassen.

Am 22. Januar 2014 reichten die SP-, Grüne- und GLP-Fraktionen ein Postulat ein, dass den Stadtrat aufforderte, nach der Veröffentlichung des Schlussberichts «Mitwirkungsprozess Verkehr Kreis 10» vom 2. Mai 2013, dem Gemeinderat jeweils spätestens nach zwei und vier Jahren Bericht über die Umsetzung zu den Empfehlungen aus dem Mitwirkungsprozess zu erstatten. Dieser Aufforderung kam der Stadtrat anfangs März nach. Nachfolgend ein Auszug aus der öffentlich zugänglichen Weisung GR Nr. 2018/117.

Stauverlagerung realisieren (Meierhofplatz)

Verschiedene Varianten wurden von einem Ingenieurbüro beurteilt: Bei den Knoten Regensdorfer-/Frankentalstrasse und Emil-Klöti-/Gsteigstrasse wurde kein weiteres Optimierungspotenzial gefunden. Bei der Limmattalstrasse Ost (Seite Schwert) wird eine Dosierung nicht empfohlen. Allein bei der Zufahrt aus der Limmattalstrasse West (Tramschleuse Zwielplatz) wird eine Dosierung als prüfenswert beurteilt. Die Dienstabteilung Verkehr testet mittels schrittweisen Steuerungsanpassungen die Auswirkungen dieser Dosierung. Dabei wird insbesondere auch das Verkehrsaufkommen entlang der Imbisbühlstrasse beobachtet, da diese eine potenzielle Umfahrungsroute der Dosierstelle darstellt. Aufgrund von Projektverzögerungen des Bauprojekts im vorgelagerten Perimeter werden die Detektoren erst im überarbeiteten Projekt Limmattalstrasse (Bau-Nr. 06 009) ab Sommer 2018 erneuert.

Weitergehende Massnahmen in den Haltestellenbereichen prüfen (Meierhofplatz)

Die Untersuchungen zu Empfehlung 4 haben den möglichen Spielraum für Stauverlagerungen rund um den Meierhofplatz aufgezeigt. Zur Prüfung von weitergehenden Massnahmen in den Haltestellenbereichen (z. B. zur Zusammenlegung von Bus- und Tramhaltestellen und Optimierungen für den Fuss- und Veloverkehr) wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Im Anschluss an die Studie startete im Herbst 2017 das Vorprojekt. Im Projekt wird geprüft, ob die Bus- und Tramhaltestellen stadtauswärts zusammengelegt werden können. Dadurch könnte der Bus beschleunigt und Raum für Aufwertungsmassnahmen gewonnen werden.

Das Quartierzentrum aufwerten (Meierhofplatz)

Im Juni 2014 wurde im Rahmen der Strassenlärmsanierung im Kreis 10 Tempo 30 auf der Regensdorferstrasse zwischen Wieslergasse und Gsteigstrasse verfügt. Da eine verkehrstechnische Abklärung eines Ingenieurbüros bestätigt hat, dass Tempo 30 auf dem Meierhofplatz grundsätzlich machbar ist und den Verkehrsablauf von MIV und öV nur geringfügig beeinflusst, wurde im Januar 2017 zusätzlich Tempo 30 für den ganzen Quartierzentrumsbereich verfügt. Gegen beide Verkehrsanordnungen wurden Einsprachen erhoben, so dass eine Umsetzung zurzeit blockiert ist. Durch Tempo 30 soll in den Nebenverkehrszeiten eine Angleichung der Geschwindigkeiten vom MIV mit dem Veloverkehr erreicht werden und die Sicherheit, insbesondere für die Fussgänger, erhöht werden. Bauliche Optimierungen im Bereich der Regensdorferstrasse werden durch das Tiefbauamt der Stadt Zürich geprüft.

Den Engpass vorzeitig beseitigen, die Trottoirlücke schliessen (Am Wasser/ Breitensteinstrasse)

Eine Variantenstudie zur vorzeitigen Engpasssanierung hat Folgendes ergeben: Eine kurzfristig umsetzbare Lösung im heutigen Strassenquerschnitt ohne Verschiebung der bestehenden Stützmauer ist nicht möglich. Solange der künftige Strassenquerschnitt beim später geplanten Strassenausbau nicht geklärt ist, ist eine vorzeitige Verschiebung der Stützmauer aber nicht sinnvoll, da eine nochmalige Verschiebung später nicht auszuschliessen wäre. Als mögliche Lösung zeigte sich hingegen die Schliessung der bergseitigen Trottoirlücke mittels Bau eines provisorischen Verbindungsweges über das städtische Grundstück vor der Liegenschaft Am Wasser 108. Das entsprechende Projekt wurde vom Tiefbauamt realisiert und Anfang 2016 fertiggestellt. Die behindertengerechte Wegführung verläuft nun direkt angrenzend und abgetieft hinter der bestehenden Stützmauer.

Eine Buslinie durch die Achse Am Wasser / Breitensteinstrasse einrichten

Gemäss den Bestimmungen des kantonalen Gesetzes über den öffentlichen Personenverkehr ist das Gebiet entlang der Breitensteinstrasse / Am Wasser vollständig erschlossen. Mit den beiden Tramlinien 13 und 17 ist das Gebiet direkt mit dem Hauptbahnhof verbunden, zusätzlich verkehrt seit Dezember 2017 die Tramlinie 8 zum Bahnhof Hardbrücke. Im Rahmen der «Netzentwicklung 2030» haben die VBZ festgestellt, dass sich mit einer Entlastungslinie zu Hauptverkehrszeiten ab Rütihof via Frankental – Am Wasser keine schnelleren Verbindungen zum Hauptbahnhof realisieren lassen. Entsprechend kann die Linie 46 nicht massgebend entlastet werden. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Quartierbusbetrieb Am Wasser und der Resultate der Überprüfung eines Angebots zu Hauptverkehrszeiten für die Strecke Rütihof – Am Wasser – Hauptbahnhof sehen die VBZ in Absprache mit dem ZVV keine Möglichkeit, ein sinnvolles und wirtschaftliches Angebot für die Achse Am Wasser / Breitensteinstrasse einzurichten. Die Abklärungen zu dieser Empfehlung sind damit abgeschlossen.

Nachts Tempo 30 signalisieren (Am Wasser / Breitensteinstrasse)

Ursprünglich war vorgesehen, einen Pilotversuch «Tempo 30 nachts» im Sommerhalbjahr 2014 an vier ausgewählten Teststrecken – darunter auch die Achse Am Wasser / Breitensteinstrasse – durchzuführen. Gegen diesen Versuch wurden Einsprachen eingereicht, die die geplante Durchführung verzögert haben. Mit inzwischen rechtskräftigem Urteil vom 24. August 2017 hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde abgewiesen. Somit wurde die Versuchsplanung mit dem Ziel einer Durchführung im Sommer 2018 neu aufgenommen.

Den MIV besser lenken (Wipkingerplatz)

Das in Auftrag gegebene Gutachten eines Ingenieurbüros kam zum Schluss, dass keine Anpassungen der Verkehrsführung möglich sind, welche nicht zu signifikanten Auswirkungen auf den Verkehrsfluss am Escher-Wyss-Platz und/oder der Rosengartenstrasse führen. Kurzfristig sind somit keine Anpassungen möglich, langfristig soll die Verkehrsführung am Wikpkingerplatz zusammen mit dem städteräumlichen Potenzial (siehe Empfehlung 14) im Projekt Rosengartentram / Rosengartentunnel untersucht und optimiert werden.

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