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Politik / Im Blickfeld

Nein zur FDP-Initiative «Wohnen und Leben auf dem Koch-Areal»

30. Mai 2018 von

Monika Bätschmann, Grüne 6/10
Foto: zvg

Monika Bätschmann, Grüne 6/10

Von

Online seit
30. Mai 2018

Printausgabe vom
31. Mai 2018
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Die GRÜNEN befürworten den hundertprozentigen gemeinnützigen Wohnungsbau auf dem Koch-Areal, so wie der Stadtrat dies in seinem Gesamtprojekt plant. Einige der positiven Punkte des Gesamtprojektes sind ein geplantes Gewerbehaus und ein grosser Quartierpark. Ein Drittel der Wohnungen wird subventioniert. In Zusammenarbeit mit der Stiftung «Wohnungen für kinderreiche Familien» werden 100 Familienwohnungen entstehen.

Die bezahlbaren Wohnungen sind eine dringend nötige Ergänzung zu den umliegenden privaten Bauten, um die soziale Durchmischung des Quartiers zu fördern. Ein Gewerbehaus stellt zudem preisgünstige Flächen für KMU sicher, so dass das Gewerbe an diesem Standort auch in Zukunft Arbeitsplätze realisieren kann. Auch dies ist ein Beitrag für das ganze Quartier, weil Arbeiten, Wohnen und der Bezug von Dienstleistungen wieder näher zusammenrücken werden.

Das stark wachsende Koch-Quartier wird mit dem Quartierpark ein Zentrum und nicht-kommerziellen Freiraum erhalten. Damit wird die Stossrichtung der am 17. Mai 2017 angenommenen Grünstadt-Initiative der GRÜNEN unterstützt. Dass die Bauträgerschaft den Zirkus «Chnopf» als festen Bestandteil im Projekt einplant, stellt einen weiteren grossen Mehrwert dar, denn gerade solche Angebote sind in einer Kulturstadt wie Zürich ein absolutes Muss.

Die GRÜNEN lehnen die Initiative der FDP mit dem trügerischen Titel «Wohnen und Leben auf dem Koch-Areal» ab. Die Initiative fordert, dass das Koch-Areal an einen Privaten verkauft werden soll, mit der Auflage, auf dem Grundstück Wohnraum, Gewerbeflächen, einen Park und Schulraum zu erstellen. Damit würde der grösstmöglichen Gewinnmaximierung Tür und Tor geöffnet. Denn Private würden das Grundstück natürlich nicht mit preisgünstigen Wohnungen bebauen und damit die soziale Durchmischung verhindern.

Die GRÜNEN stehen dafür ein, dass die Stadt kein Land an Private verkauft. Nur so ist es möglich, günstigen Wohnraum sicher zu stellen. Wir wissen alle, dass Liegenschaften oftmals nur zur Gewinnmaximierung erworben werden – Wohnraum muss aber für alle erschwinglich sein. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Dach über dem Kopf. Für die Vielfalt einer Stadt ist es von grosser Wichtigkeit, dass auch Menschen mit kleinerem Budget guten Wohnraum finden.

Aus obenstehenden Gründen empfehlen die GRÜNEN ein Nein zur FDP-Initiative, weil Zürich mehr preisgünstigen Wohnraum sowie mehr Grün- und Freiräume braucht. Und weil die Stadt aus obenstehenden Gründen kein Land an Private verkaufen darf.

Monika Bätschmann, Gemeinderätin GRÜNE, Kreis 10

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