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30. Mai 2017 von

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30. Mai 2017

Printausgabe vom
01. Juni 2017
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21 Jugendliche der siebten bis neunten Klasse waren sich einig: Die Reise nach Mailand hat sich gelohnt.

Ihr Fazit klang während der Heimfahrt etwa so: «Wir hatten genug Freizeit», «das Programm war vielfältig: Sachen ansehen, Plausch haben, Menschen treffen, Zeit für uns selbst und zum Shoppen haben», «wir mussten zu viel laufen, und die Regeln waren zu streng, aber sonst war es cool», «was machen wir nächstes Jahr?». Diese Frage zeigte wohl am deutlichsten, dass niemand bereute, beim Oberstufencamp der Pfarrei Heilig Geist mitgefahren zu sein. Dabei hatte die Reise mit einer schlechten Nachricht angefangen: Zwei Jugendliche konnten wegen Krankheit nicht mitkommen. Nach der aufgrund der Hitze anstrengenden Anreise passte der nächste Programmpunkt wie die Faust aufs Auge: Stadtführung. Doch der so grosse, wie eindrucksvolle Mailänder Dom entschädigte für das lange Warten in der Schlange, vor allem die Aussicht von der Dachterrasse des Doms. Auch die elegante «Galleria Vittorio Emanuele II», das weltberühmte – wenn auch äusserlich unscheinbare – Opernhaus «Scala» sowie die Altstadt mit den Renaissancekirchen, unter anderem von Bramante, und die schönen Fassaden von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert wurden bestaunt, noch mehr aber vielleicht die Boutiquen der exklusiven Modelabels. Eine Runde Glacé für alle und das Nachtessen mit feiner Pasta oder Pizzen waren ein perfekter Ausklang des Tages.

Abendlicher Besuch im «Lunapark»

Der Freitagmorgen war der christlichen Gemeinschaft «Sant‘ Egidio» gewidmet, die im «Haus der Freundschaft» und im Armenviertel «Corvetto» Integrationsarbeit mit Asylanten, besonders mit Roma leistet, und alte und einsame Menschen besucht. Nach dieser trotz Sprachproblemen eindrücklichen Begegnung fuhr die Gruppe mit einer selbstfahrenden U-Bahn zur Besichtigung des San Siro Stadions. Zwar fand die etwas eigenwillige Konstruktion mit elf Rundtürmen und riesigen, roten, nach aussen ragenden Dachträgern nicht allgemeinen Beifall. Aber die noblen Umkleidekabinen der beiden Spitzenvereine AC und Inter sowie die über 80’000 Zuschauer fassenden Tribünen und unzähligen Spielertrikots wurden ausgiebig bewundert. Der abendliche Besuch im «Lunapark», einem Vergnügungspark beim Flughafen Linate, trieb die Stimmung auf einen Höhepunkt und sorgte zudem für eine zwar späte, aber problemlose Nachtruhe. Am Samstagmorgen war Packen angesagt – das Oberstufen-Camp neigte sich schon dem Ende zu. Zwei Optionen standen für den Vormittag zur Auswahl: Shopping im Stadtzentrum oder zusätzlich das «Leonardo3»-Museum mit interaktivem Erleben von da Vincis «Abendmahl», «Mona Lisa» und vieler seiner Erfindungen. Dass sich in Mailand fast alle fürs Shoppen entschieden, verwunderte nicht gross. Schliesslich konnte jeder ein Mitbringsel erbeuten. Im Zug waren viele müde, aber glückliche Gesichter zu sehen, auch im Leitungsteam, das aus Milena Mastroianni, Eva Müller, André Bürkler, auch bekannt als Gulli, und Matthias Braun bestand. Ein besonderer Dank gilt Milena Mastroianni, die nicht nur übersetzte und die Gruppe zielsicher führte, sondern ihre Ortskenntnisse mit viele gute Tipps aller Art weitergab!

Eingesandt von Matthias Braun

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