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Krimilesung im Zweifel Fasskeller Höngg

25. Januar 2017 von

Von

Online seit
25. Januar 2017

Printausgabe vom
26. Januar 2017
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«Der Mann mit Schnauz» liegt mit dem Gesicht voran im frisch gekauften Sprüngli Gugelhopf in seinem Büro im fünften Stock. Durchs Loch in der Mitte des Gugelhopfs könnte er atmen, aber er kann es nicht mehr.

Denn in seinem Rücken steckt das Messer, das aller Wahrscheinlichkeit nach sein Leben beendet hat. Der Tote ist Olli Bischoff, Mitinhaber der Kommunikationsagentur «König, Herzog, Papst und Bischoff» im Zürcher Seefeld-Quartier. Sein gepflegter Schnauz, schmal und gediegen, hat beim Vornüberkippen einen Stempelabdruck im Kuchen, der für ein Mitarbeiter-Motivationsmeeting vorgesehen war, hinterlassen. Es ist schon fast Tradition, dass das Forum Höngg im Januar zu einer Krimilesung einlädt. Am Sonntag, 22. Januar, konnte der erfolgreiche Krimi-Autor Raphael Zehnder für eine Lesung im Zweifel Fasskeller Höngg gewonnen werden. Er hatte mit seinem Roman «Müller und der Mann mit Schnauz» den Krimi-Preis 2015 der Stadt Zürich gewonnen. Mit seiner schauspielerischen Fähigkeit und der situationsangepassten Stimmlage fesselte er das Publikum über eine Stunde, sodass keine Sekunde Langeweile aufkam. Raphael Zehnder gestaltete die Lesung so lebendig, dass sogar der Tote wieder fast zum Leben erweckt wurde. Ganz speziell war die spirituelle Beschreibung der Gefühlswelt der Seele, die aus dem toten Körper den Weg nach oben findet. Auch seine humorvollen Einlagen wurden von den Zuhörern mit viel Lachen belohnt. Inzwischen ist schon sein viertes Buch «Müller und die Ambulanzexplosion» erschienen. Nach der Lesung stand der Autor zum Plaudern und Signieren der gekauften Bücher zur Verfügung.

Der nächste Kultur-Forum-Höngg-Anlass findet am Sonntag, 19. März, um 18.30 Uhr mit Toni Vescoli im Restaurant Desperado statt.

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