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Ratgeber

Ist die Familie richtig versichert?

22. November 2017 von

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Online seit
22. November 2017

Printausgabe vom
23. November 2017
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Kaum etwas verändert das Leben so nachhaltig wie die Gründung einer Familie. Um gegen die Folgen von Schäden und Unglücken gewappnet zu sein, gibt ein durchschnittlicher Schweizer Familienhaushalt monatlich rund 1’700 Franken für Versicherungen aus. Doch was muss versichert sein? Zu wenig Sicherheit kann einen teuer zu stehen kommen; zu viel aber auch!

Unverzichtbar für eine Familie ist die Privathaftpflichtversicherung. Sie übernimmt die finanziellen Folgen von Personen- und Sachschäden, die ein Familienmitglied Dritten zufügt. Dabei kann es schnell um viel Geld gehen, zum Beispiel, wenn das Kind durch unachtsames Verhalten einen anderen Menschen verletzt. Unerlässlich ist auch die Hausratversicherung. Sie kommt zum Beispiel für Schäden durch Diebstahl, Feuer oder Leitungswasser auf. Versichert wird der Hausrat nicht zum aktuellen Wert, sondern zum Neuwert. Daran muss man unbedingt denken, wenn man die Versicherungssumme festlegt – denn bei einer falschen oder veralteten Schätzung kann leicht eine Unterdeckung eintreten. Reisen sind eine wunderbare Sache, bergen aber zusätzliche Risiken. Die Reiseversicherung deckt Kosten, die beim Annullieren oder in einer Notsituation entstehen – zum Beispiel bei Krankheiten, Unfällen oder Pannen, Such- und Bergungsaktionen. Innerhalb der Motorfahrzeugversicherungen übernimmt die Haftpflichtversicherung Schäden, die man als Lenker anderen Verkehrsteilnehmern, Tieren oder Sachen zufügt. Sie ist im Gegensatz zur Teil- oder Vollkaskoversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die Vollkaskoversicherung deckt neben Teilkaskoereignissen – wie zum Beispiel Diebstahl, Elementarschäden, mutwillige Beschädigungen oder Glasbruch – auch Schäden am eigenen Fahrzeug, die man selber verursacht hat. Das Schweizer Krankenversicherungsgesetz schreibt vor, dass jede Person ab Geburt versichert ist. Die obligatorische Grundversicherung übernimmt die Kosten bei Krankheit und Unfall. Bei Familienzuwachs lohnt es sich, bei der Anmeldung für die obligatorische Grundversicherung vor der Geburt des Kindes auch gleich die Zusatzversicherungen abzuschliessen. Sollten vorgeburtliche Erkrankungen auftreten, werden diese von den Zusatzversicherungen vorbehaltlos übernommen. Manchmal muss man zum Wohl der Kinder auch an das Schlimmste denken: Einem Elternteil stösst etwas zu, er wird invalid oder stirbt sogar. Ein solcher Schicksalsschlag ist für die Familie eine enorme persönliche Belastung – und hat häufig auch massive finanzielle Auswirkungen. Um sich gegen diese Folgen abzusichern, ist eine kompetente und individuelle Beratung unerlässlich. Es empfiehlt sich daher bei jeder Veränderung der persönlichen Situation den Berater zu kontaktieren, um die neu entstandene Versicherungssituation professionell überprüfen zu lassen.

Michael Bauer, Hauptagent Zürich-Höngg

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