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Kirchen

Ins Farbenland und zurück

23. September 2015 von

Foto: Fredy Haffner

«Wer war denn in den Ferien am Meer?» Die Hände gingen weit über diesen Bildrand hinaus hoch.

Foto: Fredy Haffner

Auch in Italien war man, die entsprechende Geste wurde kollektiv trainiert.

Foto: Fredy Haffner

Die Geschichten zwischen den Liedern sind wichtiger Bestandteil, nicht nur an einem Kinderkonzert.

Foto: Fredy Haffner

Der Begleitchor sang solo ein ganzes Stück, und zwar perfekt.

Foto: Fredy Haffner

«Yeah!» und weiter geht die Reise.

Foto: Fredy Haffner

Aufstehen und mitmachen hiess es für Gross und Klein.

Foto: Fredy Haffner

Kinder hinten, Kinder vorne und mittendrinn die «Tischbombe», alle machen mit.

Foto: Fredy Haffner

Eine signierte CD «musste» einfach sein, oder?

Von

Online seit
23. September 2015

Printausgabe vom
24. September 2015
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Vergangenen Sonntag stand in der Pfarrei Heilig Geist nach «Hoi zäme» und «Uf grosser Fahrt» die Taufe der neusten «Tischbombe»-Produktion, «Farbeland» auf dem Programm. Die Band für Gross und Klein begeisterte vor einem mit 500 Gästen ausverkauften Saal.

Lange vor 15 Uhr, dem offiziellen Konzertbeginn, war der Lärmpegel in der Kirche Heilig Geist beachtlich. An dieser Stelle für einmal kein Wunder, denn Kinder wuselten aufgeregt durcheinander und ihre Eltern nutzten die Gelegenheit, vor Konzertbeginn mit Bekannten zu plaudern. 500 waren gekommen, um bei der dritten CD-Taufe mit dabei zu sein.
Als Nelly Gyimesi mit Carola Wirth, alias «Lila», und Severin Graf, alias «Purpur» auf die Bühne traten, standen sie sogleich zwischen erwartungsfrohen Kinderfronten: Der wohl erwarteten vor der Bühne und dem, zumindest für das Publikum überraschenden Kinderchor hinter ihnen. Dieser tanzte die ganze Konzertstunde lang jede Choreografie mit, sang jeden Refrain und die Ballade «Sternschnuppe» sogar ganz alleine in schönsten Kinderstimmen. Für das Publikum wurde, so animiert, das Mitmachen zum leichten Spiel. Nach dem Eröffnungslied und Titelstück «Farbeland» kamen aus dem Saal noch Pianist Daniel Gisler und der Schlagzeuger Simon Zwicky auf die «Inselbühne» geschwommen, und ab dann liess die Band niemandem mehr wirklich Zeit zum Zögern, selbst die Erwachsenen liessen sich zu Gesang und Bewegung mitreissen, was bekanntlich nicht immer gelingt.
So ging die Reise weiter durchs Farbenland, man träumte mit von «Summerferie» in Italien, hüpfte mit Flöhen auf Köpfen rum oder in die Badewanne, «litt» bei einem gebrochenen Zeh mit, fuhr mit dem Tram durch Zürich oder flog auf dem Hexenbesen gegen den Horizont. «Ich bin ä Häx», rief Sängerin Nelly, und aus dem Publikum schallte fünfhundertfach «Sie isch ä Häx» zurück.
Doch nach einer Stunde ist auch für eine versierte Band wie die «Tischbombe» ein Limit erreicht – jenes der Ausdauer des altersmässig kleinen Publikums nämlich. Und so wurde im richtigen Moment das letzte Lied angesagt, das mit grossem Applaus quittiert und deshalb mit zwei Zugaben belohnt wurde. Doch um danach die Erwachsenen an den CD-Stand zu locken, dafür fehlte vielen Kindern die Energie natürlich nicht und so kamen Nelly, Lila, Purpur, Daniel und Simon mit Signieren kaum mehr nach. Jene Eltern, die sich also nicht schon vor dem Konzert die CD vor- und rückwärts hatten anhören dürfen, dürfen es bestimmt jetzt. Keine Angst: es lohnt sich.

Weitere Informationen unter www.tischbombe.com

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