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Höngger Rettungsschwimmer im Einsatz

11. August 2015 von

Foto: Barbara Meier

Rettungsschwimmer helfen einer Schwimmerin aus dem Wasser.

Foto: Barbara Meier

Rettungsschwimmer entlang der Schwimmstrecke.

Foto: Barbara Meier

Ruderer auf dem Rückweg zur Anlegestelle.

Von

Online seit
11. August 2015

Printausgabe vom
13. August 2015
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Am 18. und 19 Juli war Zürich wie jedes Jahr wieder Schauplatz eines Ironman sowie verschiedener Triathlons. Möglich machten dies unter anderem Mitglieder der SLRG Sektion Höngg.

Damit alle Teilnehmenden sicher die Schwimmstrecke von 0,5 bis 3,8 Kilometer im Zürichsee zurücklegen konnten, waren an besagtem Juli-Wochenende viele Rettungsschwimmer der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft, kurz SLRG, im Einsatz.
Zu zweit auf spezielle Ruderboote, sogenannte Stehweidlinge, verteilt, überwachten sie die Schwimmstrecke. Eine der beiden Personen ist jeweils als Ruderer eingeteilt und benötigt nicht unbedingt ein Rettungsschwimmbrevet.

Mit dem Stehweidling an Ort bleiben ist gar nicht so einfach

Zwar sind die Rettungsschwimmer sehr wichtig bei diesen Anlässen, meist haben sie aber abgesehen vom Überwachen der Schwimmenden nicht allzu viel zu tun. Nur ganz selten muss mal einer ins Wasser springen, weil ein Teilnehmer es wegen einem Krampf oder aus Erschöpfung nicht mehr alleine zum Boot schafft.
Im Unterschied dazu gibt es für die Ruderer körperlich immer etwas zu tun. Zuerst einmal müssen sie vom Bootssteg aus zur ihnen zugeteilten Boje rudern, danach heisst es: an Ort bleiben. Klingt einfach, ist es leider nur selten. Da nicht einfach einen Anker ausgeworfen werden kann und fast immer etwas Wind weht, ist man rasch wieder etwas abgetrieben. Besonders kritisch wird es, wenn einem der Wind in die Schwimmer zu blasen droht. Auf Grund der sehr ausladenden Ruder darf ein gewisser Abstand nicht unterschritten werden, sonst ist man praktisch manövrierunfähig.

Wachsam sein und für die Sicherheit sorgen

Dieses Jahr waren das Wetter und die Wassertemperaturen für die Teilnehmenden wie auch für die Helfenden recht angenehm. Am Samstag mussten jedoch die Startzeiten einiger Triathlons aufgrund eines nahenden Gewitters nach hinten verschoben werden. Nach etwas Regen und einigen Blitzen zog dieses aber weiter, und das Tagesprogramm fand rasch  wieder in seinen gewohnten Rhythmus zurück. Am Sonntag hiess es dann früh aufstehen für den Ironman, denn um etwa sechs Uhr mussten die Helfenden sich am Seeufer besammeln und auf ihre Positionen rudern. Da der Start der über 2‘400 Teilnehmer dieses Jahr zum ersten Mal gestaffelt erfolgte und um das Gedränge im Wasser etwas zu reduzieren, fiel der erste Startschuss schon um 6.40 Uhr. Danach hiess es für die Rettungsschwimmer gut zweieinhalb Stunden wachsam sein, während ein Strom von Schwimmenden die zwei Runden absolvierte. Immer mit dabei ist ein Triathlet, der, ohne es zu wissen, bei den Helfern auf Grund seiner speziellen Crawltechnik schon Berühmtheit erlangt.
Eine Herausforderung für die Ruderer war dieses Jahr auch wieder dafür zu sorgen, dass die Teilnehmer aus Sicherheitsgründen in einer nur wenige Meter breiten Gasse zwischen den Booten und den Bojen hindurchschwammen. Immer wieder geraten einzelne Schwimmer im trüben See auf Abwege oder schwimmen aus unbekannten Gründen mit unnötig viel seitlichem Abstand zu ihren Konkurrenten. Es muss deshalb ein Kompromiss gefunden werden zwischen dem Erzwingen einer engen Gasse und der Vermeidung von Behinderungen der Schwimmenden, weil sie um ein Boot herum schwimmen müssen. Da wünschten sich die Helfenden manchmal etwas mehr Verständnis von Seiten der Teilnehmer. Schliesslich machen sie nur ihre Arbeit – so gut wie möglich.

Eingesandt von Barbara Meier, SLRG Sektion Höngg

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