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Kultur

Hexen, ein Zauberer und eine gute Fee

22. November 2017 von

Foto: zvg
Von

Online seit
22. November 2017

Printausgabe vom
23. November 2017
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Das trübe, regnerische Novemberwetter am Samstag, 11. November, lockte 100 Besuchende zum Familienprogramm des Kultur Forum Höngg in das GZ Höngg.

Die äusserst vielseitige Schauspielerin und Sängerin Fabienne Hadorn verwandelte sich in Märchenfiguren und erweckte diese mit ihrer Stimme zum Leben. Der Gitarrist und Songwriter Gustavo Nanez begleitete die Märchenfiguren mit rassigen Gitarrenklängen. Mit viel Power und Temperament zogen die beiden Künstler während 50 Minuten gespannte Kinderblicke auf die Bühne. Die Puppe Dorothy aus Kansas macht sich auf den Weg zum Zauberer in Oz. Nach einem Sturm erscheint ihr eine gute Fee, die sich bedankt, weil der Sturm die böse Nordhexe zum Verschwinden brachte. Als Belohnung bekommt Dorothy die silbernen Schuhe der Hexe, die sie vor allem Unheil beschützen sollen. Auf dem weiteren Weg begegnen sie am Rande eines Weizenfeldes einer Vogelscheuche, die sprechen, jedoch mit ihren Strohbeinen nicht laufen kann. Die Vogelscheuche bittet die beiden, sie trotz des Handycaps mitzunehmen. Später begegnet die Wandergruppe einem Blechdosenmann, der kein Herz hat. Er sieht aus wie ein ausserirdisches Wesen und bittet die drei, sie zum Zauberer von Oz begleiten zu dürfen. Da taucht plötzlich ein Löwe auf, der winselt wie ein Angsthase, statt der Umwelt einen Schrecken einzujagen. Auch der Löwe schliesst sich dem skurrilen Quartett an.
Wenig später erreichen sie Oz und da steht plötzlich der Zauberer in einer furchterregenden Maske vor ihnen. Jeder darf nun dem Zauberer seinen Wunsch vorbringen: Die Vogelscheuche bittet um Beine zum Gehen, der Blechdosenmann ein Herz zum Lieben, der Löwe möchte gerne seine Angst verlieren und Dorothy wünscht sich, auf dem Regenbogen zu wandern. Der Zauberer jedoch lässt die Maske fallen und gibt zu, dass er gar kein richtiger Zauberer sei und der Ballon zum Regenbogen schon abgeflogen ist. Enttäuscht wandert die Gruppe heimwärts und begegnet wieder einer Hexe. Es ist die Südhexe, die sich mit den Worten «ihr habt meine Schwester, die Nordhexe ermordet» auf sie stürzen will, um alle fünf gefangen zu nehmen. Da aber Dorothy die silbernen Schuhe der toten Hexe trägt, können sie beschützt ungehindert weiterziehen. Die Autorin hat für dieses Märchen absichtlich kein Happy End gewählt, um den Kindern zu zeigen, dass auch im wirklichen Leben nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen. 

Die nächste Veranstaltung des Kultur Forum Höngg «1. Höngger Slam Night» findet am Samstag, 25. November, um 20 Uhr im Desperado Mülihalde, Limmattalstrasse 215, statt.

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