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Politik / Im Blickfeld

Grünquartier Höngg – Grünstadt Zürich

11. April 2017 von

Foto: zvg

Kathy Steiner, Kantonsrätin, Grüne

Von

Online seit
11. April 2017

Printausgabe vom
13. April 2017
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Die Bevölkerung in Höngg schätzt ihr Wohnquartier gerade auch deshalb, weil für Mensch und Natur viele und schöne Grünräume vorhanden sind. Gärten mit alten Bäumen, Landwirtschaft auf dem Hönggerberg, Wald und ein renaturiertes Limmatufer. Sogar direkt beim verkehrsgeplagten Meierhofplatz verstecken sich grüne Oasen wie die Schärrerwiese und das Haus zum Weingarten.

In mehreren Quartieren sieht es aber ganz anders aus. Es passiert fast täglich, dass bestehendes Grün dem städtischen Wachstum weichen muss. Auf dem Vulkanareal in Altstetten verschwinden über hundert Familiengärten, weil der ZSC dort ein neues Stadion baut. Beim Freilagerareal in Albisrieden müssen demnächst mehrere Dutzend Kleingärten einem neuen Schulhaus weichen – neue Familienwohnungen bringen Schulkinder ins Quartier. Auf dem Lettendamm in der Limmat wurden letzthin reihenweise schöne alte Bäume gefällt, offenbar waren sie eine Gefahr bei Hochwasser. Drei einzelne Ereignisse in der Stadt Zürich, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Was sie verbindet, ist das Verschwinden von Grünraum.

Stadtleben braucht Grün

Zürich wächst, das ist normal. Aber nicht normal ist, dass dieses Wachstum überdurchschnittlich oft auf Kosten von Grün- und Freiraum passiert. Es besteht ein Zielkonflikt: Einerseits wollen wir möglichst dicht bauen, damit die Ansprüche der wachsenden Wohnbevölkerung abgedeckt werden können. Andererseits sind Grünräume unersetzlich im Stadtleben. Sie bieten nicht nur Lebensraum für eine erstaunliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren, sondern auch notwendigen Erholungsraum für die Menschen. Grünräume verbessern das Klima und die Luftqualität. Sie sind das wichtigste Element der städtischen Lebensqualität und von vitalem Interesse für uns alle.

Bauen heisst Planen

Heutzutage heisst Bauen nicht mehr nur, Häuser zu errichten. Beim verdichteten Bauen muss das Ziel sein, den neuen Lebensraum sozial- und umweltverträglich zu gestalten – wertvoll für Mensch und Natur. Der positive Einfluss von Grün- und Freiraum auf die physische und psychische Gesundheit ist unbestritten. Kinder sollen ihren Bewegungsdrang ausleben können, ältere Menschen ihren Lebensabend in einem angenehmen Wohnumfeld geniessen und Berufstätige den nötigen Ausgleich finden.

Grünstadt JA

Schützen Sie am 21. Mai mit einem JA den Grün- und Erholungsraum in Zürich, damit die Stadt auch bei weiterem Wachstum lebenswert bleibt. Der Natur und den Menschen zuliebe!

Kathy Steiner, Kantonsrätin, Grüne

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