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Dorfleben

Für weniger Konflikte und besseres Zusammenleben im Quartier

15. März 2016 von

Foto: Malini Gloor

Maja Graf, Präsidentin des Frauenvereins Höngg, und Naome Czisch, Initiantin der Quartiermediation (v.l.).

Foto: Malini Gloor

Naome Czisch im Gespräch mit QuartierPuls-Besucherinnen.

Von

Online seit
15. März 2016

Printausgabe vom
17. März 2016
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Am ersten «Frauen-Treff QuartierPuls» des Frauenvereins Höngg stellte Naome Czisch, Stadtgeografin und angehende Mediatorin, ihr Projekt «Quartiermediation» vor. Es soll helfen, Lösungen für Konflikte zu finden, anstatt diese einfach «schwelen» zu lassen.

Rund zwölf Frauen, die meisten Mitglied beim Frauenverein Höngg, trafen sich am vorletzten Mittwoch in der gemütlichen Bibliothek des Tertianums Im Brühl zum «Frauen-Treff QuartierPuls». Der Anlass fand zum ersten Mal statt, im Juni wird man sich das nächste Mal treffen. Maja Graf, Vereinspräsidentin, betonte, dass man sich in diesem lockeren Rahmen kennenlernen, Kontakte knüpfen und am Puls der Zeit bleiben solle. Jedes Mal wird ein anderes Thema berücksichtigt. Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Verpflegungskosten wird ein freiwilliger Beitrag erhoben.

Quartiermediation im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stand dieses Mal Naome Czisch mit ihrem Projekt Quartiermediation. Es wurde vom Frauenverein Höngg anfangs dieses Jahres mit einer Anschubfinanzierung unterstützt, da es für Hönggs Bewohnende von Nutzen ist und zu einem guten Zusammenleben beiträgt. Maja Graf dazu: «Im Sommer werden wir Rückschau halten, was die Testphase der Quartiermediation gebracht hat und ob überhaupt ein Bedarf da ist. Unsere Projektförderung ist für Projekte gedacht, die ohne finanzielle Hilfe nicht zustande kämen.»
Naome Czisch erklärte, dass Mediation ein Konfliktbearbeitungsverfahren sei, in welchem alle am Konflikt Beteiligten mit Unterstützung eines externen, unparteiischen Dritten freiwillig und gemeinsam eine für alle akzeptable, vorteilhafte Lösung erarbeiten. Die Mediatorin ist dann sozusagen die Brücke, die «Freundin» aller Beteiligten. «Das Beratungsangebot richtet sich an alle, die in Höngg leben oder arbeiten. Angesprochen sind Einzelpersonen, Gewerbetreibende, Vereine und Interessengruppen. Themen sind beispielsweise Nachbarschaftskonflikte, Generationenkonflikte, unterschiedliche Nutzungsinteressen des privaten und öffentlichen Raumes oder Integrationshilfe für Neuzugezogene», so die diplomierte Stadt- und Sozialgeografin, welche letzten Sommer aus Hamburg nach Höngg gezogen ist. «Im Rahmen des Projekts soll eine mediative Kommunikationsberatung angeboten werden, die nicht zwangsläufig in ein vollständiges Mediationsverfahren mündet. Die Niederschwelligkeit und der nachbarschaftliche Rahmen sollen den Zugang für alle Interessierten erleichtern und den Austausch untereinander fördern.»
Dank der Unterstützung des Frauenvereins kann die Mediatorin ihr Angebot in der Pilotphase für die ersten 45 Minuten kostenlos, danach für 60 Franken pro Stunde anbieten. «Nur so melden sich auch Hilfesuchende, welche sich keinen Anwalt oder keine teuren Beratungen leisten können oder wollen. Zudem weiss man häufig nach dem ersten Termin, ob eine Mediation sinnvoll ist und ob das für die Beteiligten der richtige Weg ist», so die Mediatorin. Die Beratungen finden nach Vereinbarung in den Räumlichkeiten des GZ Höngg/Rütihof in der Lila Villa an der Limmattalstrasse 214 und in der Schüür an der Hurdäckerstrasse 6 statt.

Quartiermediation
Naome Czisch
E-Mail: naome.czisch@cmpuls.ch
Telefon 077 962 34 86

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