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Frank Frei

Wie denn wo denn was denn

28. Februar 2018 von

Von

Online seit
28. Februar 2018

Printausgabe vom
01. März 2018
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Man braucht nicht gerade ein pastell-«buntes» Deux-Pièce anzuziehen, die Mundwinkel bis zum Unterkiefer hängen zu lassen und mit Händen und Daumen ein Herz zu formen, und doch begegnet man zwischen den Zeilen des Jahresberichts der städtischen Integrationsförderung (IF), den mir die Redaktion zugestellt hat, so etwas wie der «wir schaffen das»-Mentalität unseres nördlichen Nachbarn. Natürlich ist, was in Zürich und allgemein in der Schweiz geschieht, verglichen mit den Herausforderungen, die andere Länder zu bewältigen haben, harmlos und läuft weitgehend geordnet ab. Vielleicht sogar zu geordnet, denn ohne gleich Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten giessen zu wollen, geschweige denn den Wert der Integrationsmassnahmen für die Einzelnen in Abrede zu stellen, aber wer den Jahresbericht der IF liest, fragt sich vielleicht doch, ob da nicht ein Verwaltungsapparat am Überborden ist, der sich ungefragt zu rechtfertigen versucht. Vielleicht ist er aber auch nur unglücklich verfasst und mit dermassen vielen Fachbegriffen bestückt, als müsste er als Kreuzworträtselvorlage für einen Hochschul-Quizabend dienen, anstatt einem Otto Normalverbraucher wie mir verständlich zu vermitteln, dass seine Steuergelder von der IF sinnvoll eingesetzt werden. Doch ebenso wie sich die IF ungefragt zu rechtfertigen scheint, gebe ich auch gerne vorauseilend, frank und frei zu, dass es gut möglich ist, dass mich der Jahresbericht schlicht überfordert hat. Am letzten Hochschul-Quizabend ging ich entsprechend ohne Früchtekorb nach Hause.

Gezeichnet, Frank Frei

Zur Person
Es gibt gemäss Telsearch, Stand Februar 2018, genau einen Frank Frei in der Schweiz. Doch das ist nicht unser Autor. Dieser bedient sich nur Frank und Frei dieses passenden Namens als Pseudonym. Und falls Sie ab und an den Eindruck gewinnen, Frank Frei sei so «en Düütsche», auch das können wir wie alles im Zusammenhang mit ihm oder ihr weder bestätigen noch dementieren. Frank Frei sendet der Redaktion ungefragt seine provokativen Texte ein und wird bei Gelegenheit auch um einen Beitrag gebeten. Reaktionen der Leserschaft werden gerne gedruckt. Einfach einsenden an redaktion@hoengger.ch

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