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Erste Ergebnisse der HGH-Umfrage

16. Mai 2013 von

Foto: Grafik "Höngger"
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Online seit
16. Mai 2013

Printausgabe vom
16. Mai 2013
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1034 Personen hatten an der Umfrage des Vereins Handel und Gewerbe Höngg (HGH) zur Lage des Höngger Detailhandels teilgenommen. Der «Höngger» präsentiert die ersten Auswertungen und Daten in einer exklusiven Serie. Im ersten Teil geht es um demografische Auswertungen und: wo wird wie oft für wie viel eingekauft und wie ist man dabei unterwegs?

Vergleiche mit anderen Statistiken zur lokalen Bevölkerung zeigen, dass die erhobenen Daten durchaus repräsentativ für die Höngger Bevölkerung sind – zumal wenn sie im expliziten Zusammenhang mit dem Einkaufsverhalten betrachtet werden. So gehörten zum Beispiel 33 % der Befragten (1034 = 100 %) der Altersklasse der über 65-Jährigen an, 18 % jener zwischen 55 und 64, 19 % waren zwischen 45 und 54 Jahre alt, 16 % zwischen 35 und 44 Jahren und 9 % zwischen 25 und 34. Oder zusammenfassend von den unteren Altersklassen her betrachtet: 95 % aller Antworten stammen von über 25-Jährigen. Natürlich leben in Höngg anteilmässig mehr als nur 5 % Menschen jüngeren Alters, doch für den Einkauf vor Ort sind sie statistisch eher weniger repräsentativ – mal abgesehen davon, dass die ganz Jungen das «spontane» Einkaufsverhalten der Eltern im Kassenbereich dann und wann zu beeinflussen vermögen.

Nein, Höngg hat keinen Frauenüberschuss

65 % aller Fragebögen wurden von Frauen ausgefüllt. Auch dies zeigt nicht, dass Höngg einen massiven Frauenüberschuss hätte, spiegelt die Realität aber insofern, dass eben auch heute immer noch mehrheitlich Frauen für den Einkauf verantwortlich sind und die entsprechenden Angaben zu liefern wussten − und dies auch taten.

Die klassische «Hausfrau» gibt es kaum mehr

91 % der Befragten gaben Höngg als Wohnort an. Doch nur 16 % arbeiten auch hier, denn 41 % gaben «auswärts“als Arbeitsort an. Alle anderen zählten zu den Pensionierten (33 %) oder machten keine Angaben zum Arbeitsort. Interessant: nur noch 7 % gaben als Beruf ausschliesslich Hausfrau oder -mann an, 56 % hingegen sind voll oder teilweise berufstätig. Ganz allgemein sind auch deshalb relevante Erkenntnisse zum Höngger Detailhandel und wie er wahrgenommen wird zu erwarten, da total 93 % der Befragten angaben, alleine oder zusammen mit jemand anderem für die Haushaltsführung verantwortlich zu sein. Man wusste also, worüber man Auskunft gab.

Treu und mehrmals pro Woche

Dass Höngg bekanntlich eher treue Bewohnerinnen und Bewohner hat, zeigt sich auch darin, dass 81 % angaben, seit mehr als fünf Jahren hier einzukaufen. Und zwar regelmässig: Das örtliche Detailhandelsangebot wird von 24 % einmal und von 50 % gar mehrmals pro Woche genutzt. 9 % gaben gar an, täglich in Höngg einzukaufen. Gefragt wurde auch, wie hoch man ungefähr den wertmässigen Anteil der in Höngg eingekauften Produkte an den Gesamtausgaben des Haushalts für «Güter des täglichen Bedarfes» einschätze. Die Hälfte, also der Medianwert aller Antwortenden, gab an, wertmässig rund 70 % oder mehr dieser Produkte in Höngg einzukaufen. Bei der anderen Hälfte lag der Wert bei 70 % oder darunter.

Ein Drittel kommt motorisiert

Wie kommen die Kunden zu den Geschäften und wie danach die Einkäufe wieder nach Hause? Hier zeigt sich eine Drittelung: 31 % der Kunden fahren mit dem Auto oder Motorrad zum Einkaufen, 32 % kommen mit dem öffentlichen Verkehr oder dem Fahrrad und 35 % gehen zu Fuss. Wie diese Zahlen zu werten sind, respektive welches politische Kapital daraus geschlagen werden wird, darüber werden sich die Gemüter bestimmt erhitzen (Grafik 2).

Und wie hat sich das Einkaufsangebot entwickelt?

Zu dieser Frage herrschten in Höngg vor der HGH-Umfrage die unterschiedlichsten Vermutungen. Nun sind erstmals Zahlen verfügbar, die aufzeigen, wie die Entwicklung effektiv eingeschätzt wird: In den vergangenen drei bis fünf Jahren sei das Angebot vergleichbar geblieben, fanden 23 % der Befragten. «Etwas besser“oder sogar als «wesentlich besser“wurde es von zusammen 28 % eingestuft. Doch zusammen volle 39 % aller Antwortenden stuften das Angebot als «etwas schlechter“oder gar «wesentlich schlechter» ein (Grafik 1). Da wird man sich fragen müssen, ob die 23 %, welche mit «vergleichbar» antworteten und jene 39 %, welche eine Abnahme des Angebots konstatieren – also zusammen 62 % – nicht doch eine beunruhigende Mehrheit an Kunden sind, die sich naturgemäss eher an stetig besser werdenden Angeboten erfreuen und solche auch gerne nutzen würden? Natürlich wird niemand erwarten dass Höngg mit der Angebotsbreite der Zürcher City konkurrieren kann, zu der 56 % Befragten sagen, sie würden dort mindestens einmal monatlich einkaufen gehen. 29 % tun dies übrigens im Einkaufszentrum Letzipark, 26 % in Regensdorf und weitere 23 % in Altstetten. Doch wie viele dieser Einkaufs-«Ausflüge» finden statt, weil in Höngg das gesuchte Angebot schlicht nicht vorhanden ist? Zum Beispiel an Papeterie- oder Sportartikeln? Und ist die Kundschaft erst mal weg von Höngg, ist dies stets mit der Möglichkeit verbunden, dass sie dann in fernen Einkaufszentren gleichzeitig noch Artikel einkaufen, die durchaus auch hier erhältlich gewesen wären.

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