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Kirchen

Ein Tag mit dem Bundespräsidenten

30. Mai 2016 von

Foto: zvg

Auch der Bundespräsident hielt Respektabstand zur Kanone. (Fotos: zvg)

Foto: zvg

Trotz des Rauches rührten die Kinder unermüdlich im Käse.

Von

Online seit
30. Mai 2016

Printausgabe vom
02. Juni 2016
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Als die 16 Erwachsenen und 22 Kinder, die sich zum Familienausflug der Pfarrei Heilig Geist zur Schaukäserei in Affoltern im Emmental angemeldet hatten, am Morgen des 21. Mai den Car bestiegen, ahnten sie noch nicht, was sie erwartete: ein Tag mit Bundespräsident Johann Schneider-Ammann!

Der strahlende Sonnenschein versprach einen wunderbaren Tag mit schönen Ausblicken schon während der Anreise, die zunächst zum Aussichtspunkt «Lueg» führte. Für einen ziemlich kurzen, aber umso steileren Anstieg wurden die Kinder und ihre Eltern mit einem einmaligen Panorama belohnt: Von «Lueg» aus sieht man direkt an die Eigernordwand, Mönch und Jungfrau und auch das Finsteraarhorn liegt direkt im Blickfeld.

Während die Eltern den Grill anfeuerten und das mitgebrachte Picknick bereitstellten, hatten die Kinder Zeit, die Umgebung zu erkunden. Sie entdeckten rasch ein Kriegerdenkmal und eine Kanone, bei der einige, wie Soldaten aus dem 19. Jahrhundert gekleidete, junge Männern standen. Von ihnen erfuhren die Kinder, dass der Bundespräsident Johann Schneider-Ammann zusammen mit rund 100 Personen der Berner FDP zur selben Zeit auch in «Lueg» am Picknicken war. Darum wurde kurz danach die Kanone zu Ehren der in den Weltkriegen hier stationierten und gestorbenen Schweizer Soldaten abgefeuert. Die älteren Kinder verfolgten und filmten dieses Schauspiel gebannt. Nur die Kleinsten erschraken über das laute Knallen der Schüsse. Auch Johann Schneider-Ammann konnte man sehen.

Frischkäse und Alpkäse selber machen

Nachdem die Zeit mit einer kurzen Andacht, sehr feinem Essen und Gesprächen wie im Flug vergangen war, führte eine kurze Carfahrt in die nahe Schaukäserei nach Affoltern. Bei der Besichtigung traf man dann tatsächlich wirklich auf Johann Schneider-Ammann. Ein spezieller Augenblick für die Höngger. Anschliessend durften sie sich an der Käseherstellung versuchen. Die jüngeren Kinder durften Frischkäse herstellen, den sie stolz mit nach Hause nahmen. Die Erwachsenen und die älteren Kinder konnten zusehen, wie aus 200 Litern Milch in einem grossen Kessel über einem offenen Feuer in knapp zwei Stunden 20 Kilogramm Emmentaler Alpkäse entstanden. Auch Mithilfe war gefragt, doch der beissende Rauch hielt die meisten davon ab, lange im Kessel zu rühren.

Als es gelungen war, die Kinder einzusammeln und vom Spielplatz «loszueisen», fuhren Gross und Klein zufrieden, aber ziemlich verräuchert heim.

Der Käse kommt in den Verkauf

Beim Erntedankfest am 11. September wird der selbst produzierte Käse miteinander geteilt oder verkauft werden, zu Gunsten der Familienpastorale. Die tolle Stimmung und die gute Gemeinschaft lässt bei allen Vorfreude auf den nächsten Familienausflug vom 17. September aufkommen.

Eingesandt von Matthias Braun

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