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Leitartikel

Durchs Gehirn spaziert und ins Ohr geschaut

5. Juli 2016 von

Foto: Malini Gloor

«He, so sehe ich ja gar nichts!», gibt die Dame bei der Brillenglasbestimmung scherzhaft zu verstehen.

Foto: Malini Gloor

Was sich wohl in den Rohren verbirgt? Wer hineingriff, erspürte es meistens.

Foto: Malini Gloor

Im Stoff-Gehirn fühlte man sich sogar vor dem Schild «Migräne» wohl.

Foto: Malini Gloor

Ginsengwurzel (links) und Ginkgobäumchen gab es vor Ort zu bestaunen.

Foto: Malini Gloor

Angeregte Gespräche wurden geführt.

Foto: Malini Gloor

Wenn ein so charmanter Herr einem die Schuhe aus- und anzieht, macht das Gehen gleich mehr Spass.

Foto: Malini Gloor

«He, so sehe ich ja gar nichts!», gibt die Dame bei der Brillenglasbestimmung scherzhaft zu verstehen.

Von

Online seit
5. Juli 2016

Printausgabe vom
07. Juli 2016
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Am Brain Day in der Tertianum Residenz Im Brühl am letzten Donnerstag drehte sich alles ums Gehirn und um seine Funktionen. Mit Selbsttests und an informativen Ständen konnte man verweilen und Spannendes lernen.

Egal ob jung oder alt, für das menschliche Gehirn interessieren sich viele Menschen. Beat Schmid, Direktor der Tertianum Residenz Im Brühl, war deshalb sofort dabei, als man ihn anfragte, ob er an den «Brain Days 2016» mitmachen würde. Und so stand am letzten Donnerstag auf dem Platz vor dem Tertianum ein Gehirn – doch stopp! Nicht nur eines: Neben dem riesigen, aufblasbaren Stoff-Gehirn, das man begehen konnte, gab es auch ein richtiges, präpariertes Menschengehirn zu sehen. Während es die einen bei diesem Anblick schauderte, fanden es die anderen faszinierend. So oder so: lernen konnte man am Brain Day in Höngg vieles.

Alle Sinne getestet

Auf dem Erlebnis-Parcours durfte man seine Sinne testen, an Düften riechen, in dunklen Röhren Dinge ertasten und mittels verschiedener Sprays Geschmäcker erkennen. Die Krankheiten Demenz, Parkinson und Migräne wurden erklärt, ebenso, wie man einem Burn-Out vorbeugen kann. Da Schmerz schwer zu beschreiben ist, konnte man mittels eines Tens-Geräts, welches elektrische Impulse zur Schmerzlinderung einsetzt, seine eigene Schmerzgrenze erfahren – sofern man dies denn wollte. Nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner des Tertianums besuchten den Anlass, sondern auch viele andere Hönggerinnen und Höngger. Publikumsmagnet war der Fachvortrag «Vergesslich oder schon dement», der Aufschluss über die Krankheit gab, vor der die meisten Menschen Angst haben. Auch die Residenz-Besichtigungen stiessen auf grosses Interesse und wurden rege besucht.

Alles zum Thema «Gesundheit im Alter»

Richtige Marktstimmung gab es auf dem Marktplatz, einem Raum, in dem diverse Anbieter ihr Angebot zum Thema «Gesundheit im Alter» präsentierten und erklärten. So konnte man spezielle Schuhe anprobieren und kaufen, welche die Fussmuskulatur beim Gehen stärken, oder einmal ein richtiges Ginkgo-Bäumchen und eine konservierte Ginsengwurzel von Nahem sehen. Am Stand für Gedächtnistraining gab es kein Zahlen-Sudoku zu lösen, aber ein waschechtes Höngger-Sudoku, bei dem es galt, pro Zeile jedes Bild nur einmal zu verwenden. Man fand bei diesem speziellen Sudoku nicht nur das Höngger Wappen, sondern auch diverse Höngger Firmen und last but not least den «Höngger».

Mit Unternehmen aus der Umgebung zusammenarbeiten

Angefragt wurden die teilnehmenden Firmen und Institutionen von Beat Schmid, dem es wichtig ist, mit wenn möglich lokalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Alle durften sich kostenlos präsentieren. So gab es Stände von He-Optik, Herbstgold, Madal Bal, der Zürigsund Apotheke Im Brühl und der Hörmittelzentrale Zürich-Höngg. Von ausserhalb kamen die Stiftung für Betagtenhilfe, welche kostengünstig oder gar kostenlos Gesellschaft für ältere Menschen anbietet, die Büro-Spitex, die Büroarbeiten von Privatpersonen übernimmt, der Zürcher Blindenfürsorge-Verein, die Vitaswiss Volksgesundheit oder der Schweizerische Verband für Gedächtnistraining, der Kurse gegen das «Einrosten des Gehirns» gibt. Interessiert gingen die Besucherinnen und Besucher von Stand zu Stand, wo sie unaufdringlich und geduldig beraten wurden und am einen oder anderen Ort auch noch etwas Süsses bekamen. Am Stand der Hörmittelzentrale konnte man in ein grosses Ohrmodell schauen, bei He-Optik stand der mobile Gläserkasten bereit, mit dem die Brillenglasbestimmung auch bei Kunden vor Ort durchgeführt werden kann. Bei der Zürigsund Apotheke Im Brühl konnte man sich mit Müsterchen zur Gedächtnisunterstützung eindecken.

Raus gehen und Menschen treffen!

Alle Marktteilnehmenden zogen am Ende eine positive Bilanz. «Es ist schön, wenn man sein Angebot und seine Dienstleistungen hier präsentieren kann, zudem haben wir bereits einige Kunden des Tertianums. Die Besucherinnen und Besucher kamen gebündelt und wollten gerne wissen, um was es geht. Das fällt einem zusammen meist einfacher als alleine, denn wenn schon jemand vor dem Stand steht, kommt man gerne auch dazu», fasste eine Standbetreiberin zusammen.

Da kann man nur sagen: Raus gehen und Menschen treffen trainiert und erfreut das Gehirn und die Seele. Weiter so!

 

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