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Dossier Ringling/Wohnen am Grünwald

Die zehn städtebaulichen Grundsätze zur Überbauung des «Grünwaldareals»

27. Juni 2018 von

In der Schlussbewertung wurde bei einzelnen Grundsätzen nochmals einiges an Kritik deponiert.
Foto: Fredy Haffner

In der Schlussbewertung wurde bei einzelnen Grundsätzen nochmals einiges an Kritik deponiert.

Von

Online seit
27. Juni 2018

Printausgabe vom
28. Juni 2018
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Als Ergebnis des Mitwirkungsprozesses «Entwicklung Grünwaldareal» wurden folgende zehn städtebauliche Grundsätze definiert. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit ist hier festgehalten, was in der kurzen Abschlussrunde im Plenum des Ergebnisworkshops «Entwicklung des Grünwaldareals» dazu gesagt wurde.

«Identität»

Die neue Überbauung fügt sich städtebaulich und stadträumlich sorgfältig in die bestehende Rütihofbebauung ein. Sie trägt dazu bei, dass die Identität und die Adressbildung des Quartiers gestärkt wird.
«Eigentlich ist der Name ‹Grünwaldareal› falsch. Korrekt hiesse es an dieser Stelle ‹Grossried›, so heisst dieses Grundstück nämlich. ‹Grünwald›, das ist das Restaurant und seine Umgebung.»
«Auch der ‹Ringling› wurde damals als ‹identitätsbildend› angekündigt.»

«Bebauungsstruktur»

Die Bebauungsstruktur soll offen und durchlässig gestaltet werden. Dies ermöglicht Durchblicke und Verbindungen ins Quartier. Entlang der lärmbelasteten Frankentaler- und Regensdorferstrasse soll die Bebauung so konzipiert werden, dass sie den Lärm so gut wie möglich abschirmt.
«Der Lärm muss so gut wie möglich abgeschirmt werden. Es braucht Lärmschutzmassnahmen an der Strasse selbst, seien dies nun Erdwälle oder Lärmschutzwände.»

«Gebäudehöhen»

Die Gebäudehöhen sollen variieren, nicht alle gleich hoch sein und auf angrenzende Siedlungen Rücksicht nehmen. Die Gebäude weisen maximal sieben Vollgeschosse auf.
«Vielleicht ist das ja naiv, aber warum nimmt man beim Streit um die Bruttogeschossflächen als Kompromiss den Mittelwert der tiefen Zahl des Quartierplans und des rechtlich höchstmöglichen?»

«Aussenräume»

Die Aussenräume sollen für Alt und Jung vielfältig nutzbar sein. Mit naturnahen Bereichen, die eher Ruhe versprechen, aber auch kleineren Plätzen soll die Qualität und die Vielfalt der gut durchgrünten Aussenräume im Rütihof ergänzt werden. «Man sollte unbedingt die Modelle der Kinder und Jugendlichen miteinbeziehen.»

Bachöffnung

Der Steinwiesbach soll offengelegt werden. Dabei wird die Gestaltung sorgfältig in die Gesamtkonzeption der Überbauung eingebunden. Die Bachöffnung wertet den öffentlichen Freiraum auf und bietet dem gesamten Rütihof einen Mehrwert.
«Da gibt es eigentlich nichts zu diskutieren, denn das ist vom Gewässerschutzgesetz her vorgeschrieben.»

Wegnetz

Anknüpfend an bestehende Fusswegverbindungen benachbarter Siedlungen soll auf dem Areal ein feinmaschiges Fusswegnetz entstehen. Damit wird die Erschliessungsqualität für Fussgängerinnen und Fussgänger im Rütihof weiter ausgebaut.(Keine Voten)

Verkehr

Es wird autoarmes Wohnen angestrebt. Die Erschliessung der Tiefgarage soll über den nördlichen Bereich der Geeringstrasse erfolgen. Dadurch wird zusätzlicher Autoverkehr im Quartier verhindert. Die Bushaltestellen sollen in die Aussenraumkonzeption eingebunden werden. Sie sind gut auffindbar und sicher erreichbar.
«Diese Erschliessung war auch für den ‹Ringling› geplant und wurde vom Baurekursgericht abgelehnt.»
«Der Kreisel an der Frankentalerstrasse soll nach dem Stadtratsbeschluss im Oktober ausgeschrieben werden.»
«Das Thema Verkehr sollte an einer separaten Veranstaltung mit dem Quartier diskutiert werden.»

Begegnungsorte

Es sollen neue Treffpunkte und publikumsorientierte Erdgeschoss-Nutzungen geschaffen werden, z.B. Gemeinschaftszentrum, Jugendtreff, Laden, Gastronomie. Die Angebote sollen für das ganze Quartier offen sein. Das bestehende Angebot soll ergänzt werden.

«Wir Jugendlichen brauchen einen Ort an dem wir uns treffen können. Und der soll, wegen dem Lärm, nicht in der Siedlung sein, sondern darf auch am Rande sein.»
«ich setze mich für diesen Jugendtreff ein im Wissen, dass ich ihn selbst, als Jugendlicher, nicht mehr erleben werde, aber ich mache das für die uns nachfolgenden.»

«Die bestehenden Begegnungsorte beim heutigen Coop und Umgebung sollte man aufwerten. Für neue besteht kein Bedarf.»

«Ein Zentrum besteht ja nicht nur aus einem Laden, auch Räume, die man zum Beispiel mieten kann, dienen der Begegnung.»

Wohnformen

Die Überbauung soll sich durch vielfältige und durchmischte Wohnformen auszeichnen. Jung und Alt sollen sich begegnen. Es soll Platz haben für Familien, Wohngemeinschaften und Einzelpersonen. Der bestehende Kindergarten mit dazugehörigem Aussenraum soll an geeigneter Lage in die Wohnsiedlung integriert werden.
«Das Quartier ist für uns Junge Heimat – macht bitte schnell vorwärts und baut günstige Wohnungen, damit wir auch als junge Erwachsene hier bleiben können.»

Mitwirkung

Eine Quartiervertretung soll in der Jury des Architekturwettbewerbs mitwirken. Das Quartier soll über die Resultate des Wettbewerbs in einer öffentlichen Veranstaltung informiert werden. Die Quartierbevölkerung soll in geeigneter Form über den gesamten Planungs- und Realisierungsprozess miteinbezogen werden.
(siehe Haupttext «Drei Workshops und die Fragezeichen bleiben»)

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