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Dorfleben

Die Gewerbebeiz ging «fremd»

26. September 2016 von

Foto: Fredy Haffner

Hier geht's lang zur Gewerbebeiz des Vereins Handel und Gewerbe Höngg.

Foto: Fredy Haffner

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Foto: Fredy Haffner

Gesehen in der Gewerbebeiz an Wägis Wyfäscht.

Von

Online seit
26. September 2016

Printausgabe vom
29. September 2016
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Die Gewerbebeiz, jeweils der Treffpunkt am Wümmetfäscht, war dieses Jahr, in Ermangelung eben dieses Festes, das erst nächstes Jahr wieder stattfindet, zu Gast im Frankental an «Wägis Wyfäscht». Wie es ihr dort wohl erging?

Bereits am Ende der Riedhofstrasse, auf der Überführung der Frankentalerstrasse, weht einem der Duft von Raclette entgegen. Noch zwei, drei Pedalumdrehungen, und das Fahrrad wird kurz nach 20 Uhr auf dem Hof der Wegmanns parkiert, von wo man es, in weiser oder zumindest vorsichtigen Voraussicht des Schreibenden, notfalls und als Stütze auch nach Hause stossen könnte. Klar, an ein Weinfest geht man besser ohne Auto. Ist ja keine Mineralwasserdegustation hier. Die Frage aber, die den Anreisenden bewegt ist, wie sich die Gewerbebeiz des Vereins Handel und Gewerbe Höngg wohl hier, zu Gast an «Wägis Wyfäscht», fühlt. Ihr «Wirtshausschild» hängt über dem steilen Treppenabgang zu «Wägis Wychäller», dem Fest und Partyraum des Wegmann-Hofes im Frankental. Wer raucht, steht hier wie jeweils am Wümmtfäscht auch, draussen an einem der Stehtische, von wo sich gleich nebenan der beschriebene Racletteduft verbreitet. Noch eines davon zum «bödelen» und dann hinab ins Getümmel. Wie steil die Treppe wohl beim Aufstieg sein wird? Unten am Eingang stehen Weinfässer mit Kerzen drauf und dahinter verteilen sich – Tische. Nein, es sieht leider nicht aus, wie in der richtigen Gewerbebeiz, mit den dicht an dicht stehenden Fässern, die Tisch oder Sitzgelegenheit sind. Keine Schwartenbretter an den Wänden und keine bunten Partylichter, auch kein Einmannorchester in der Ecke – aber das wäre vielleicht auch zu viel des Aufwands gewesen. Wenigstens zeugen verschiedene Bilder von vergangenen Wümmetfäschtern, und auf dem Bildschirm in der Ecke weckt eine Diaschau mit Bildern aus dem Archiv des Vereins Handel und Gewerbe Höngg (HGH) Erinnerungen. Vereinsmitglieder des HGHs sind es denn traditionell auch, die in ihren roten Kutten ihre Gewerbebeiz betreiben. So auch hier, im «Exil». Sonderlich viel zu tun haben sie im Moment indes nicht, auch wenn dies für das Personal am Eröffnungsnachmittag des Wyfäschts erfreulicherweise, so erzählt Zarina Wegmann, zeitweise komplett anders war. Die Gewerbebeiz aber ist und wird es auch für den Rest des Abends bleiben: nur halb gefüllt. Wobei man bei ihr eigentlich erst von «gefüllt» spricht, wenn selbst im Stehen kein Durchkommen mehr ist und Wege nur noch freigegeben werden, wenn es darum geht, den Getränkenachschub zu den Tischen zu gewährleisten. An diesen Tischen an diesem Samstagabend haben sich vorwiegend die «treuen Seelen» eingefunden. Man kennt sich. Und findet so wenigstens Zeit, mit allen gemütlich zu plaudern. Und noch etwas ist anders hier: Es steht deutlich mehr Wein als Bier auf den Tischen. Vom Gerstensaft, sonst das Hauptgetränk in der Gewerbebeiz, geht nur wenig über den Tresen. Nun ja, das hat schon seine Richtigkeit, man ist schliesslich auch zu Gast an einem Wyfäscht. Und so wird dann in geselliger, von der Zusammensetzung her immer wieder wechselnden Runde eine Flasche nach der anderen und da und dort Wurst am Meter bestellt, bis sich die Tische um Mitternacht zu leeren beginnen. Zu dieser Zeit also, da ansonsten am Wümmetfäscht jeweils noch «Kreti und Pleti» in die Gewerbebeiz purzelt, zu einem vermeintlich «letzten Bier». Hier fehlt diese heterogene «Laufkundschaft» schmerzlich. Es hat schon was, wenn man Daniel Wegmann, Co-Präsident des HGH, sagen hört, dass sein «Wyfäscht» kein Ersatz für das Wümmetfäscht sein könne und wolle. Das muss auch nicht der Sinn sein, denn das WüFä ist konkurrenzlos. Die Idee aber, in den Zwischenjahren die Gewerbebeiz als Gast im Frankental zu haben, ist nach wie vor richtig. Etwas mehr Gäste, und sie wird sich alle zwei Jahre auch im Frankental wohl fühlen. Wenigstens schien es dem Schreibenden, sie habe ihm das noch nachgeraunt, als er sich auf den Weg zu seinem wartenden Drahtesel machte. Ob er diesen wohl fuhr oder stiess?

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