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«Der soziale Kontakt beim Sport ist mir sehr wichtig»

11. April 2018 von

Foto: Patricia Senn

Sport ja, aber die sozialen Kontakte sind genauso wichtig – Body Gym Betriebsleiterin Joy Marxer.

Von

Online seit
11. April 2018

Printausgabe vom
12. April 2018
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Seit letztem Jahr gibt es auch im Frankental keine Ausreden mehr, keinen Sport zu treiben: Das Body Gym hat direkt an der Endhaltestelle neu eröffnet.

Joy Marxer, seit Januar Betriebsleiterin der Filiale in Höngg, kommt gerade aus einem Cardio-Kurs, sieht aber ziemlich entspannt aus. «Während der Stunde zeige ich schon auch vor, aber die meiste Zeit verbringe ich damit, zu kontrollieren, dass die anderen es richtigmachen», lacht die sympathische Sportwissenschaftlerin. Sportlich ist sie natürlich dennoch: Sie trainiert immer vor oder nach der Arbeit im Studio. Bevor sie Geschäftsinhaber Marcel Scheucher nach Höngg holte, hatte sie neben ihrem Studium in Sportwissenschaft bereits vier Jahre im Body Gym an der Länggasse in Bern gearbeitet und fühlte sich sehr verbunden mit der familiären Einstellung der Crew. «Auch in Zürich haben wir eine sehr gute Stimmung im Team, was mir persönlich wichtig ist. Ich möchte wissen, wie es den Leuten geht, und wenn es ein Problem geben sollte, findet sich immer eine Lösung», meint Joy. «Dasselbe gilt für unsere Kunden, wir pflegen einen persönlichen Umgang mit ihnen und versuchen ihnen auch zu vermitteln, dass sie jederzeit zu uns kommen können». Nach dem Master in Rehabilitation und Prävention im Sportbereich an der Universität Basel und einem Praktikum in der Rehaklinik Bellikon, freut sie sich darauf, in diesem sportlichen Umfeld auch Menschen mit gesundheitliche Beschwerden kompetent beraten zu können. Leuten zu einer besseren Lebensqualität verhelfen, sie weiterbringen zu können, das ist ihre grösste Motivation.

Von Natur aus ein Bewegungsmensch

Und was macht eine Fitnesstrainerin in der Freizeit? Sport, natürlich. Aber keinesfalls verbissen und am liebsten immer zusammen mit anderen, sagt Joy. Schon als Kind probierte sie von Ballett, über Reiten bis hin zu Geräteturnen in der Jugi alles aus. «Ich habe auch an Wettkämpfen teilgenommen, aber es ging mir eigentlich immer mehr um den Spass und die eigenen Fortschritte, als um den Sieg». Seit neun Jahren spielt die polysportive Frau Lacrosse, eine noch wenig bekannte Sportart in der Schweiz: Es gibt gerade mal fünf Frauenteams. Zweimal in der Woche wird trainiert, in Wettingen, wo Joy auch lebt. Im Juni ist das Finale der Schweizer Meisterschaften, «Es läuft recht gut», lächelt sie bescheiden, «aber wir sind auch die älteste Frauenmannschaft von allen». Vor kurzem ist sie in die Crossfit-Szene gerutscht, auch da trainiert sie mehrmals pro Woche in Baden. Obwohl das nach viel klingt, gibt es doch Pausen, Tage zwischendurch, an denen sie nichts Sportliches unternimmt: «Regeneration ist sehr wichtig, um weiterzukommen», meint sie. Eine Einzelkämpferin ist sie nicht, der soziale Aspekt ist ihr sehr wichtig. «Ich koche sehr gerne und verbringe einen gemütlichen Abend oder ein Wochenende mit Freunden. Und nach einem Training bleibt ja oft auch noch Zeit, um <zäme eis go näh>».

Die richtige Trainingsart finden

Und welchen Tipp hat sie für jene, die nicht von Natur aus Bewegungsmenschen sind und Mühe haben, sich für Sport zu motivieren? «Die erste Hürde ist der Weg zum Fitnesscenter», antwortet sie ohne lange zu überlegen. «Je weiter weg, desto grösser die Überwindung. Für die einen ist es wichtig, andere Leute zu treffen und sich auszutauschen, es motiviert, wenn man sich darauf freut, jemanden zu sehen. Oder man fängt zu zweit an, dann geht es für manche gleich leichter. Anderen hilft es, sich ein Ziel zu setzen und den Weg dahin zu sehen, denen reicht das als Motivation. Man sollte sich unbedingt Zeit lassen, etwas zu finden, das wirklich zu einem passt und einen Ort, an dem man sich wohlfühlt».

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