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Ratgeber

Der heimliche Hybrid

11. Juli 2018 von

Der Suzuki Swift gleicht per Mild-Hybrid-Technik den Verbrauchsnachteil des 4x4 aus.
Foto: Max Hugelshofer

Der Suzuki Swift gleicht per Mild-Hybrid-Technik den Verbrauchsnachteil des 4x4 aus.

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11. Juli 2018

Printausgabe vom
12. Juli 2018
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Kleinwagen, Allradantrieb und Hybrid. Mit dieser Kombination steht der neue Suzuki Swift weit und breit alleine da.

Ein Swift ohne Allradvariante? Besonders hierzulande unvorstellbar, hat der kleine Allradler doch besonders in den Bergen viele Fans. So hat Suzuki auch bei der neusten Generation vier angetriebene Räder schon fast von Anfang an im Angebot. Allrad bedeutet jedoch nicht nur mehr Traktion, sondern auch mehr Gewicht und zusätzliche Reibung. Was wiederum einen erhöhten Verbrauch zur Folge hat. Da scheint es nur logisch, dieses Manko durch Hybridtechnologie wieder ausgleichen zu wollen. Weil bei Kleinwagen aber enger kalkuliert wird und der Preis ein wichtiges Verkaufsargument bleibt, fiel ein ausgewachsenes Voll-Hybrid-System, das auch kurzzeitiges elektrisches Fahren ermöglicht, dem Rotstift zum Opfer.
Suzuki versucht es stattdessen mit einem Mild-Hybrid-System, bei dem beim Bremsen Energie zurückgewonnen und in einem Akku gespeichert, beim Beschleunigen dann wieder abgegeben wird. Das auffälligste an diesem System ist, dass es nicht auffällt. Wenn man jemandem die Schlüssel zu einem Swift Hybrid in die Hand drückt und ihn zum Einkaufen in den nächsten Supermarkt schickt, stehen die Chancen hoch, dass er auf der kurzen Fahrt nicht bemerkt, dass er in einem Hybrid unterwegs ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass beim Swift die Kraft klassisch per manuelles Fünfganggetriebe an die Räder gelangt.

Flink in der Stadt

Die Handschaltung passt perfekt zum unkomplizierten Kleinen. In der Stadt ist der wendige und sportlich abgestimmte Swift mit seinem nicht aufgeladenen 4-Zylinder-Motor recht temperamentvoll. Auch dank Elektro-Unterstützung. Auf der Autobahn geht ihm dann bald die Kraft aus, und der fehlende sechste Gang sorgt für relativ hohe Drehzahlen und entsprechend viel Lärm. Dafür sind Sitzposition und Platzangebot durchaus auch für längere Touren ausreichend.
Beim Verbrauch sollte man keine Wunder erwarten. 4,5 Liter Norm- und 4,9 Liter Testverbrauch zeigen, dass der Mild-Hybrid ziemlich genau den Mehrverbrauch des Allradantriebs ausgleichen kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und dank geringem technischen Aufwand hält sich der Preisaufschlag in Grenzen. Lediglich 3000 Franken mehr kostet die Hybrid-Variante.

Technik
Suzuki Swift
Compact Top Hybrid 4×4
Treibstoff: Benzin
Hubraum: 1242 cm3
Leistung: 90 PS
Drehmoment: 120 Nm
Getriebe: Fünfgang manuell
Gewicht: 1035 kg
Normverbrauch: 4,5 l/100 km
Testverbrauch: 4,9 l/100 km
Testdistanz: 666 Kilometer
Reichweite: 820 Kilometer
Abgasnorm: Euro 6
NCAP-Sterne: 5
Laderaum: 265 bis 579 Liter
Grundpreis: 22 690 Franken
Testwagenpreis: 25 859 Franken
Garantieleistungen: 3 Jahre

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