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Das sagen Hönggerinnen und Höngger zur Jugend

14. Juni 2017 von

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Online seit
14. Juni 2017

Printausgabe vom
15. Juni 2017
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Ausgerüstet mit Fragen, Stift, Papier und Laptop machten sich die Jugendlichen Saida, Ariane, Alessandro und Jenny auf den Weg, um Hönggerinnen und Höngger zu ihren Erfahrungen mit Jugendlichen zu befragen.

Maurizio Meraglia, 41, Metzger, in Höngg aufgewachsen.

Was wünschen Sie sich von Jugendlichen in Höngg?

Ich wünsche mir, dass Höngg etwas mehr macht für die Jugend. Es gibt das Gemeinschaftszentrum Höngg. Aber ich bin der Meinung, dass die etwas wenig machen. Ich wünsche mir, dass es mehr Angebote für Jugendliche gibt. Seien es Projekte oder Sonstiges.

Investieren Sie auch in die Jugend? Wenn ja, wie?

In meiner Freizeit leite ich einen Mittagstisch in Schlieren. Da arbeite ich mit Oberstufenkinder. Also 12- bis 16-Jährige. Dort unterstütze ich sie auch bei der Lehrstellensuche.

Wie kann Jugendförderung aussehen?

Wenn Jugendliche immer in der Schule sind, dann weiss ich auch nicht, wie Jugendförderung aussehen könnte. Es ist auch eine Zeitfrage. Das Problem ist auch der extreme Druck. Die Schule verlangt den Jugendlichen viel ab. Und die Arbeitswelt verlangt auch sehr viel von den Jugendlichen.

 

Mirjam Marty, 30, Pflegefachfrau, seit zwei Jahren in Höngg

Welche Erfahrungen haben Sie mit Jugendlichen gemacht?

Nur gute. Ich arbeite auch mit Jugendlichen. Ich geniesse die Lebensfreude, dass alles so offen ist. Die Gespräche mit Jugendlichen sind immer sehr inspirierend. Jugendliche haben einfach einen grossartigen Vibe.

Welchen Rat würden Sie Jugendlichen geben?

Sie sollen einfach leben! Nicht so viel Angst vor der Zukunft zu haben, denn es kommt meistens alles gut. Selbstvertrauen zu gewinnen ist dabei das Allerwichtigste. Habt Mut!

Wie kann Jugendförderung aussehen?

Es sollte eine Person angestellt werden, die die Jugendarbeit in Höngg aufbaut. Das heisst, das jemand für Jugendliche da ist, Angebote vorhanden sind. Dass die Gemeinde Geld für Aktivitäten spricht und öffentliche Räume für Jugendliche existieren.

 

Annabeth Juchli, pensioniert, seit 23 Jahren in Höngg

Was denken Sie über die Jugend in Höngg?

Nur Gutes. Sie sind nett, aufgestellt, fröhlich und hilfsbereit. Ich denke nur gut über die Jugend. Es ist halt schon anders, als es bei uns war. Ihr habt viel mehr Freiheiten als wir sie hatten und ihr seid viel innovativer.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Jugendlichen gemacht?

Auch wieder: Ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen mit Jugendlichen gemacht. Bis anhin waren Jugendliche immer sehr interessiert und aufgestellt und meistens richtig gut gelaunt und freundlich.

Welchen Rat würden Sie Jugendlichen geben?

Lernt so viel ihr könnt. Nutzt eure Möglichkeiten und euer frisches Köpfchen. Ihr habt so viele Möglichkeiten. Wenn man älter wird, wird alles schwieriger. Aber was eigentlich noch viel wichtiger ist: Habt Mut, Dinge zu tun und lasst euch nicht von euren Ängsten leiten.

 

 

Gabriela Fässler, 51, Lehrerin, seit 24 Jahren in Höngg

Was denken Sie über die Jugend in Höngg?

Ich erlebe die Jugendlichen in Höngg als sehr offen. Vor allem denke ich aber, dass Erwachsene auf Jugendliche zugehen müssen. Man kann nicht erwarten, dass man gegrüsst wird, wenn man selbst nicht grüsst.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Jugendlichen gemacht?

Meine Erfahrungen mit Jugendlichen sind über den SV Höngg, weil mein Sohn auch Fussball spielt. Ich erlebe diese jungen Menschen als sehr aktiv, zugänglich und aufgestellt. Generell bin ich der Meinung, dass viele Jugendliche heute weniger in den Tag hineinleben. Sie machen sich sehr viele Gedanken über die Umwelt, ihre Zukunft, ihren Lebensstil.

Welchen Rat würden Sie Jugendlichen geben?

Ich gebe nur Ratschläge, wenn ich danach gefragt werde. Weil das Wort Ratschlag schon aussagt, dass es Schläge sind. Meistens finde ich es unangebracht, wenn Lehrpersonen oder Eltern dauernd Ratschläge erteilen, weil sie meinen, sie wissen, wie das Leben funktioniert. Die Jugendlichen sollten ihren eigenen Weg gehen können, auch wenn dieser Weg unkonventionell ist. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, zu merken was ihnen guttut, aber auch, was ihnen im Weg steht. Eltern und Lehrpersonen nehmen dabei die Funktion einer Leitblanke ein.

 

Michael Bruder, 55, Elektroingenieur, lebt schon immer in Höngg

Was denken Sie über die Jugend in Höngg?

Ich kann nichts Negatives über die Jugend sagen.

Welche Erfahrungen haben sie mit Jugendlichen gemacht?

Ich habe nur anständige Jugendliche getroffen. Wenn ich Jugendlichen begegne, sind sie meistens sehr aufgestellt und fröhlich.

Was wünschen Sie sich für die Jugendlichen in Höngg?

Ich wünsche mir für die Jugendlichen mehr Freiraum. Sie sollen nicht eingeschränkt werden in ihrem Handeln, denn es hat genug Platz. Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, ihre Interessen zu verfolgen und ihren Freiraum zu haben.

 

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