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Das Pflegezentrum Bombach feierte den 50. Geburtstag

3. November 2015 von

Foto: Malini Gloor

Auch den Frauen der Trachtengruppe Höngg gefielen die Oldtimer – ob sie nach ihrem Auftritt ein Spritzfährtchen wagten, ist nicht bekannt.

Foto: Malini Gloor

Auch den Frauen der Trachtengruppe Höngg gefielen die Oldtimer – ob sie nach ihrem Auftritt ein Spritzfährtchen wagten, ist nicht bekannt.

Foto: Malini Gloor

Hier konnte man kontrollieren, ob man seine Hände genügend desinfiziert hatte.

Foto: Malini Gloor

Blick über das Atrium zur Stadt hin.

Foto: Malini Gloor

Den Gleichgewichtssinn trainieren macht Spass – besonders unter netter Führung.

Foto: Malini Gloor

Während des Schminkens kann man nicht lachen, sonst bekommt der Schmetterling eine Lachfalte.

Foto: Malini Gloor

Einen herrlichen und ungewohnten Blick kann man ab der Dachterrasse geniessen.

Foto: Malini Gloor

Der Jazz Circle Höngg trat auf – mit weiblicher Verstärkung: Die Sängerin Annetta Zehnder überzeugte das Publikum.

Von

Online seit
3. November 2015

Printausgabe vom
05. November 2015
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Letzten Samstag beging das städtische Pflegezentrum Bombach seinen 50. Geburtstag – und der wurde tüchtig gefeiert. Rund 500 Besucherinnen und Besucher nahmen das sanierte Pflegezentrum in Augenschein, genossen die grandiose Aussicht und assen Kuchen für 50 Rappen.

Wunderschöne alte Autos, darunter ein brauner Plymouth, waren das Erste, was man als Besucherin vor dem Eingang sah. «Diese Autos sind auch um die 50 Jahre alt, das passt doch zu unserem Jubiläum», so Urs Leu, Betriebsleiter des «Bombach». Auch die Informationsstände im Eingangsbereich nahmen sich des Jubiläums an. So verteilte Beatrix Wozny, Leiterin Pflegedienst, Sterillium-Handdesinfektionsmittel, weil die Marke ebenfalls den 50. Geburtstag feiert. Am Stand konnte mittels UV-Licht kontrolliert werden, ob man seine Hände korrekt desinfiziert hatte. So richtig aktiv werden konnte man im Physiotherapie-Raum: Koordination, Gleichgewicht und Geschicklichkeit galt es auf dem Trampolin, mit dem Hulahopp-Reifen oder mit Jonglierringen zu üben. Kinder durften sich schminken lassen, Zuckerwatte essen und bei der Zaubershow von Giorgio Renaldi staunen.

Hausführungen mit Aussicht

Der 50. Geburtstag wurde von der Stadt Zürich und Betriebsleiter Urs Leu als Anlass genommen, der Bevölkerung das Haus zu zeigen. Obwohl die Sanierung bereits zwischen 2010 und 2012 ausgeführt worden war, wirkt alles neu und elegant. Dunkles Holz und helle Lampen sorgen dafür, dass man sich nicht wie im Pflegeheim, sondern eher wie in einem Hotel vorkommt. In den hellen Gängen und Räumen, darunter Esssäle, Aufenthalts- und etwa Physiotherapieräume, begegnen sich die 104 Bewohnerinnen und Bewohner, die auf sieben Stockwerken aufgeteilt wohnen. Demente Menschen, die als Tagesgäste kommen, werden im «Stöckli» betreut, was für Angehörige eine zeitweilige Entlastung ist.
Urs Leu führte die Besucherinnen und Besucher durchs Haus. Zuoberst, mit wunderschöner Rundum-Aussicht bis in die Glarner Alpen, sei der Raucherraum für die Bewohnenden: «Ich betone dies, weil wir die Menschen, die hier leben und 50, 60 Jahre geraucht haben, nicht umerziehen möchten. Sie sollen hier wie zuhause leben dürfen, und dazu gehört bei einigen halt auch das Rauchen – oder ein Kuchenstück, obwohl sie es vielleicht besser nicht essen sollten. Lebensqualität wird bei uns gross geschrieben.» Für die Mitarbeitenden gebe es Ruheräumlichkeiten, «natürlich getrennt nach Frau und Mann», so Urs Leu lachend auf die Frage eines Besuchers.

Alarmknopf am Handgelenk anstatt im Zimmer

Die Bewohnenden können selbst entscheiden, ob sie rund um die Uhr ein Alarmknopf-Armband mit Infrarot-Ortungssystem tragen, so dass man weiss, wo im Haus sie sich zurzeit befinden, und sie jederzeit ortsunabhängig Hilfe anfordern können: «Dies kann gerade im Notfall hilfreich sein.» In der sogenannten weglaufgeschützten Abteilung leben demenzkranke Menschen. Das Spezielle: Im Bombach können die Abteilungen den speziellen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst werden.

Voll besetzte Cafeteria

Das Essen wird jeweils auf den sieben Abteilungen eingenommen, und falls jemand spätabends oder nachts Hunger bekommt, so darf er sich in der Abteilungsküche ein Sandwich oder etwas Ähnliches zubereiten oder danach verlangen.
Nach der Führung meldete sich der hungrige Magen bei vielen, und so wurde die Cafeteria aufgesucht, in der es Essen und Getränke zu Preisen wie vor 50 Jahren gab. Mit Mühe fand man einen Platz, denn die Cafeteria, schön, hell und gross, war extrem beliebt. Zur Unterhaltung spielte der Jazz Circle Höngg, am Nachmittag tanzte die Trachtengruppe Höngg und Claudio de Bartolo sang. Die Cafeteria und die bestuhlte Terrasse stehen allen Besuchern übrigens jederzeit offen – ein Besuch lohnt sich und überrascht positiv.

Pflegezentrum Bombach
Limmattalstrasse 371
8049 Zürich
Telefon 044 414 93 00
www.stadt-zuerich.ch/pflegezentren

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