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Das Gewerbe in Höngg stärken

31. Mai 2017 von

Foto: zvg

Johann Widmer, Gemeinderat SVP Kreis 10, Liste 2

Von

Online seit
31. Mai 2017

Printausgabe vom
01. Juni 2017
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Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Höngg und Wipkingen ein starkes, im Quartier gut verankertes Gewerbe hat.

Leider stelle ich aber fest, dass trotz grosser Anstrengung der Gewerbetreibenden, die Zahl des nach aussen sichtbaren Gewerbes abnimmt. Traditionelle Gewerbe wie Elektriker, Maler, Spezialläden und Apotheken verschwinden oder finden keine Nachfolger. Selbstverständlich ist es normal, wenn der Markt die Anzahl der verschiedenen Angebote reguliert, aber es scheint mir, dass strukturelle Probleme der Stadt Zürich oder gar der ganzen Schweiz mitverantwortlich sind. Ob sich viele neue Gewerbetreibende in Höngg und Wipkingen niederlassen, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nehme aber nicht an, dass unsere Quartiere sehr attraktiv sind für Neuzuzüger.

Einkaufen im Quartier

Ein gesundes Gewerbe braucht einen möglichst freien Markt und Kunden, die am lokalen Markt teilnehmen. Wenn lokal ansässige Kunden keine Parkplätze finden, um ihre Einkäufe zu tätigen, dann gehen sie eben in die grossen Shopping-Center der Region, wo es viele Parkmöglichkeiten gibt. Wenn sich der lokale Verkehr durch möglichst lange Staus auszeichnet, dann ist das ein weiteres Hindernis für das lokale Gewerbe. Wenn sich die demografische Zusammensetzung im Quartier zu stark verändert, indem immer mehr sozialbedürftige, kaum zahlungskräftige Kundschaft zuziehen, dann ist es auch nicht verwunderlich, wenn dem lokalen Gewerbe die Kunden wegbrechen.

Unnötige EU-Regulierung fürs Gewerbe

Auf der anderen Seite haben unsere Gewerbetreibenden dauernd zu tun mit einer schleichenden Einführung von EU-Richtlinien und höheren Gebühren – vordergründig zur Sicherung des Markteintritts in die EU. Aber welcher lokale Gewerbetreibende braucht denn das? Bei der Einführung dieser EU-Vorschriften sind unsere EU-Turbos in Bern sehr fleissig und bauen einen grossen Verwaltungsapparat auf, der unseren Gewerbetreibenden hohe Kosten verursacht. Dazu kommen die grossen Sozialausgaben der Stadt Zürich, die regelmässig die Diskussionen einer Steuererhöhung anheizen.
Dieses Umfeld ist für unser lokales Gewerbe problematisch, das immerhin den grössten Teil des Volkseinkommens generiert – auch in der Stadt Zürich. Eine gewerbefreundliche Verkehrspolitik, die massive Reduktion der Verwaltung und eine Steuersenkung wären erste Ansätze zur Verbesserung der Lage.

Johann Widmer, SVP, Unternehmer.

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