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Das Frauenvereins-Glöcklein ist in neuen Händen

26. April 2012 von

Foto: Malini Gloor

Tosca Lattmann-Gosteli (links), die neue Präsidentin, empfängt von der ehemaligen Präsidentin Edith Erni das Frauenvereins-Glöcklein.

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26. April 2012

Printausgabe vom
26. April 2012
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Der Vorstand des Frauenvereins Höngg lud letzte Woche zur 125. Generalversammlung. Wer rechnet, merkt, dass der Verein somit das 125-Jahre-Jubiläum feiert. Im August wird es anlässlich eines Festes so weit sein. Ausserdem wurde an der Generalversammlung Tosca Lattmann-Gosteli zur neuen Präsidentin gewählt.

Ein Verein, der das 125-Jahre Jubiläum feiern darf, kann stolz auf sich sein: Nur wenn eine Nachfrage besteht, überleben Vereine so lange. Edith Erni, bisherige Präsidentin des Frauenvereins Höngg, leitete die Generalversammlung und erzählte von den vielen Aktivitäten, die der Verein den Bewohnern Hönggs anbietet. So betreibt er seit einigen Jahren einen Mittagstisch für Kinder. Im Jahr 2011 fanden 199 Mittagstische statt, an denen 2525 Kinder bewirtet wurden. Dies entspricht rund 13 Kindern pro Mittagstisch. Ein Wermutstropfen ist dennoch zu vermelden: Das Schul- und Sportdepartement streicht den fleissigen Frauen 8055 Franken an Subventionsgeldern, welche der Verein jetzt aus der eigenen Tasche bezahlt. «Wir hoffen natürlich, dass wir Spenden erhalten, damit wir dieses Defizit möglichst klein halten können», so Silvia Schaich vom Ressort Mittagstisch.

Babysitter gesucht

Ein anderes Angebot ist der Babysitter-Vermittlungsdienst: Eltern, die einen Babysitter für ihren Nachwuchs suchen, können sich beim Frauenverein Höngg melden. Angebot und Nachfrage halten sich nicht die Waage: 62 Anfragen registrierte Tosca Lattmann, welche dieses Ressort leitet, eingetragen sind aber bloss 40 Babysitter. Sie erklärte, dass sich laufend viele neue Familien in Höngg niederliessen – vor allem aus Deutschland, England, Nordeuropa und natürlich aus der Schweiz. «Wer gerne Kinder hütet, der darf sich bei uns melden», sagte sie. Melden können sich auch Frauen und gar Männer, die Mitglied beim Frauenverein Höngg werden möchten. Für den bescheidenen Betrag von 30 Franken im Jahr erlebt man Geselligkeit, kann etwas zum Wohle der Hönggerinnen und Höngger beitragen und an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen.

Kochtreff eingestellt

Im September letzten Jahres gründeten die Mitglieder des Frauenvereins einen monatlichen Kochtreff für Erwachsene im Café Sonnegg. Dort sollte man in gemütlicher Atmosphäre etwas Feines zusammen kochen. Der Andrang war jedoch spärlich: Ende März wurde das Projekt eingestellt. «Eine Wiederaufnahme nach dem ‹Sonnegg›-Umbau schliessen wir aber nicht aus», so Edith Erni. Ein Erfolg sind die Veranstaltungen, die Vreni Noli seit zwanzig Jahren organisiert. Sechsmal im Jahr lädt sie die Mitglieder zu Rundgängen und Besichtigungen verschiedenster Art ein, so zum Beispiel zum Besuch der Urania-Polizeihauptwache, da dort die bekannte «Blüemli-Decke» von Maler Alberto Giacometti zu bewundern ist.

Neue Präsidentin Tosca Lattmann-Gosteli

Dass ehrenamtliches Engagement zeitaufwendig ist, ist bekannt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, das Amt abzugeben, weil die Energie nicht mehr für alles zusammen reicht. Bei Edith Erni war es nach fünf Jahren so weit: «Es war eine interessante und lehrreiche, aber auch hektische Zeit. Ich möchte es in Zukunft etwas ruhiger angehen und gebe darum das Präsidium ab. Ich bleibe aber natürlich weiterhin Vereinsmitglied», erklärte sie. Der Vorstand schlug als Nachfolgerin Tosca Lattmann-Gosteli vor, welche seit 2009 Mitglied des Frauenverein Höngg ist. Sie wurde einstimmig gewählt. Feierlich überreichte ihr Edith Erni das «FrauenvereinsGlöcklein». Es wird von Präsidentin zu Präsidentin weitergegeben und sorgt dafür, dass bei Versammlungen und Veranstaltungen Stille einkehrt, sobald es geläutet wird. Anschliessend an die Generalversammlung wurde von Bravo Ravioli Catering ein feines Nachtessen, selbstverständlich mit Ravioli, serviert. Zwischen den Gängen trat das «Ensemble Züri Lieder» auf. Daniel Fueter am Klavier und Samuel Zünd als Sänger begeisterten die Mitglieder des Frauenvereins mit «Züri Liedern», unter anderem auch von Paul Burkhard, und zauberten den Frauen und dem einen anwesenden Mann des Vereins ein Lächeln ins Gesicht.

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