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Dorfleben

Das Chriesifäscht im Zeichen der Hitze

7. Juli 2015 von

Foto: Fredy Haffner

Alles, was Wasser zu fassen vermochte, stand bereit – und war nicht immer so leer wie auf diesem Bild.

Foto: Fredy Haffner

Es geht nichts über ein Eis im Schatten, oder?

Foto: Fredy Haffner

Für die Kinder stand alles bereit zum Spielen.

Foto: Fredy Haffner

Schattenplätze waren ein begehrtes Gut.

Foto: Fredy Haffner

Je tiefer der Schirm, desto besser der Schatten.

Foto: Fredy Haffner

Gemeinsames Rätseln beim Wettbewerb.

Foto: Fredy Haffner

Mit Kamel auf Kundensuche. Wenigstens diesem Mitarbeiter – also dem Kamel – machte die Hitze bestimmt nichts aus.

Foto: Fredy Haffner

Die heissesten Jobs am ganzen Chriesifäscht!

Foto: Fredy Haffner

Hier, vor den grossen Kühlräumen, war es deutlich angenehmer als draussen.

Foto: Fredy Haffner

Was gibt es Besseres an so einem Hitzetag, als im klimatisierten Laden kühle Früchte auszusuchen?

Foto: Fredy Haffner

Eindeutig der beste Platz. Von wegen «Hundeleben» –das kann durchaus schön sein.

Foto: Fredy Haffner

Da ist das Pony nur noch neidisch.

Foto: Fredy Haffner

Daniel Wegmann mit Interessierten auf dem Rückweg von der Führung durch Obstbäume, Reben und Beerenkulturen.

Foto: Fredy Haffner

Das Personal hat es sich verdient, die Beine zu kühlen.

Von

Online seit
7. Juli 2015

Printausgabe vom
09. Juli 2015
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Das 13. Chriesifäscht auf dem Hof der Familie Wegmann im Frankental stand ganz im Zeichen der Sommerhitze, die erbarmungslos auf Gäste und Mitarbeitende niederstrahlte. Sie war aber auch fast das Einzige, was die Stimmung leicht drückte.

Die Rekordhitze vergangenen Sonntag hielt das Besucheraufkommen am Chrisifäscht deutlich geringer als auch schon, was dafür bedeutete, dass für alle ein Platz im Schatten bereit stand. Die rund 30 Personen, rekrutiert aus Familie-, Freundes- und Bekanntenkreis, welche kräftig mithalfen, hatten dafür etwas mehr Zeit, um mit den Gästen zu plaudern oder mit ihnen sogar um die Wettbewerbsfragen zu rätseln. Und die Kinder, für die hinter dem Haus alles was Wasser zu fassen vermochte aufgeblasen bereit stand, konnten sich einer aufmerksamen Betreuung sicher sein. Wer überdies Pony- oder Kamelreiten wollte, brauchte nicht wie in vergangenen Jahren anzustehen. So weit , so gut also. Einzig die Musik fehlte: Die Bühne, auf der die Band «Original Gaudibaum» aus dem Tirol angekündigt war, blieb leer.
Wie sich am späteren Nachmittag herausstellte, hatte es bei der Band ein Missverständnis in der Terminabsprache gegeben. Bis diese Information jedoch bei Zarina Wegmann angekommen war, blieb bei ihr die Sorge um die per Auto anreisende Band grösser als die Enttäuschung über die fehlende Musik. An den Tischen nahmen es die Gäste derweil meistens weniger tragisch: «Natürlich trägt Musik zu einer guten Stimmung bei», war da zu hören, «doch dafür ist es auch mal schön, sich in Normallautstärke unterhalten zu können.»

Selbst für Suzukii zu heiss

Auf seinen Führungen durch die Obst-, Wein- und Beerenplantage erzählte Daniel Wegmann wie immer viel Spannendes über seine tägliche Arbeit. Dieses Jahr auch über die Kirschessigfliege «Drosophila Suzukii», welche den Wein- und Obstbauern seit einigen Jahren zunehmend das Leben schwer macht. «Doch dieses Jahr», so Wegmann, «ist es nicht so schlimm. Der Winter war den Schädlingen zu kalt und nun ist es ihnen zu heiss.» Im Frühjahr habe man zudem rechtzeitig Fallen aufgehängt, um die Bestände gleich zu Beginn zu dezimieren, was sehr wirksam gewesen sei. Dieses Jahr brauchen Händler und Konsumenten also nicht zu befürchten, dass ihnen die optisch einwandfreien Früchte nach wenigen Tagen faulen, weil die Fliege bereits ihre Eier darin abgelegt hatte. Gering mehr Sorgen bereitet Bauer Wegmann im Moment die grosse Hitze: «Noch zehn weitere Tage ohne Regen, und wir müssen anfangen zu bewässern». Dies ist in den nicht dafür ausgerüsteten Obstplantagen ein grosser Aufwand, bei dem oft auch die Feuerwehr mit Schläuchen und Personal aushilft. Aber die Prognosen lassen ja wenigstens auf das eine oder andere Gewitter hoffen und das freut nicht nur den Bauern –  vorausgesetzt, es hagelt dann nicht auch gleich noch.

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