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Vereine

Bewegt in Höngg

11. Oktober 2017 von

Foto: Patricia Senn

Monika Duppenthaler und Laura Bork einmal mit den QUZZ-Bällen, einmal mit Hanteln.

Monika Duppenthaler strahlt auf der Steppbank, «aber normalerweise lachen wir nicht so, sondern schwitzen», meint sie augenzwinkernd.

Die Steppbank eignet sich auch zum Training der Bauchmuskulatur und der Arme.

Diese Übungen mit dem Terraband stärkt die Rumpfmuskulatur.

Caroline Hauer (links) und Monika Duppenthaler zeigen eine Übung mit dem Terraband.

Das Balance-Pad wird hauptsächlich für das Gleichgewicht, als Unterlage, verwendet, kann aber auch als Widerstand im Krafttraining eingesetzt werden.

Die Blöcke kommen vor allem im Yoga als Armverlängerung zur Anwendung, zum Beispiel beim «Hund, der nach unten schaut».

Wenn man den Ball unter die Zehen nimmt, wird die Wadenmuskulatur gedehnt.

Von

Online seit
11. Oktober 2017

Printausgabe vom
12. Oktober 2017
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Der Turnverein Höngg geht mit der Zeit und schafft regelmässig neue Turngeräte an. Der «Höngger» hat die Frauen der Fitnessgruppe besucht und zeigt, wie die Utensilien zum Einsatz kommen.

Donnerstagabends findet ein 90-Minuten-Programm der Fitnessgruppe in der Turnhalle des Schulhauses Lachenzelg statt, in dem auch die hier vorgestellten Geräte eingesetzt werden. Nach einem Aufwärmen beginnt der Ausdauerteil, gefolgt von einem Kraftteil und abschliessendem «Cool Down». Monika Duppenthaler, die16 Jahre lang selbst Leiterin der Fitnessgruppe war, und Laura Bork haben sich an diesem Abend als Modelle zur Verfügung gestellt, während Caroline Hauer die verschiedenen Übungen erläutert. Sie ist für die Leiterinnen sowie für den technischen Ablauf des Angebots der Damen- und Frauenriege zuständig und hat eine Ausbildung zur Erwachsenensportlerin für Breitensport beim Schweizerischen Turnverband absolviert und leitet die Fitnessgruppe seit sechs Jahren abwechselnd mit Eveline Bucher.

Wohlbefinden und Kraft für den ganzen Körper

Im Cardioteil geht es darum, die Ausdauer zu trainieren und richtig ins Schwitzen zu kommen, hier ist die Steppbank ein beliebtes Gerät. Sie kann für Choreografien genutzt werden, aber auch für Bauchmuskulatur- Übungen, Liegestützen und Trizeps-Training – die hintere Oberarmmuskulatur. Um das Training zu intensivieren, können Hanteln oder sogenannte QUUZ-Bälle dazu genommen werden. Der Vorteil der kleinen grünen Bälle ist, dass sie sehr gut in der Hand liegen, erklärt Hauer. So verkrampfen sich die Hände weniger, wenn sie die 500 Gramm in die Höhe drücken müssen. Die Hanteln sind schwerer und ermöglichen ein strengeres Training, es muss aber darauf geachtet werden, die Hände immer wieder einmal zu öffnen. Für die Stärkung der feineren Muskulatur nehmen die Frauen das Balance-Pad zur Hand, eine kleine, instabile Matte, auf der bestimmte Übungen durchgeführt werden. So arbeiten alle tieferliegenden Muskeln vom Fussballen über den Rumpf bis zu den Schultern daran, die unebene Standfläche auszugleichen. Die Chi-Bälle, weiche Kugeln, etwa so gross wie eine Honigmelone, sind gut geeignet, um die Hände vor dem Kraftteil aufzuwärmen, man kann sie aber auch unter die Oberarme klemmen und an den Oberkörper drücken: Durch den Widerstand werden die inneren Muskeln trainiert. Mit den Franklinbällen, die aussehen wie Landhockey-Bälle, kann man unter anderem die Fusssohlen massieren: «Das Interessante dabei ist, dass man nach einer solchen Massage viel geerdeter und sicherer auf dem Boden steht», erzählt Hauer, «was wiederum wichtig ist für die Unfallverhütung». Wenn die kleinen Bälle für ein paar Minuten unter die Achseln geklemmt werden, merkt man sofort eine Veränderung der Körperhaltung. Mit dem Terra-Band wiederum können diverse Muskelgruppen trainiert werden. Dass die grossen Fitnessbälle auch noch für anderes gut sind, als um darauf zu sitzen, zeigt Duppenthaler vor: Einerseits können sie als Gewicht benutzt werden, und wenn man während der Bewegung den Ball zusammendrückt, wird die Intensität gesteigert. Weiter kommt der Ball als Unterstützung bei Liegestützen oder als bewegliche Unterlage zum Zug, die auch wieder die Stabilisierung fördert. Mit all diesen einfachen Hilfsmitteln wird der Körper rundum gestärkt und gleichzeitig entspannt.

Mit der Zeit gehen

Der Schweizerische Turnverband führt jedes Jahr einen Kongress durch, wo neue Geräte und Übungen vorgestellt werden. So bleibt der Turnverein Höngg immer auf dem neuesten Stand und hat sich im Laufe der Jahre einen guten Stock an modernen Materialien zulegen können. Die Schulen Lachenzelg und Vogtsrain kommen dem Verein mit der Aufbewahrung der Geräte sehr entgegen. Wie die meisten in Höngg hat auch der Turnverein mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. «Die heutigen Jungen gehen eher ins Fitnesscenter, wo sie zeitlich unabhängig trainieren können», meint Duppenthaler, «sie möchten oder können sich auch nicht noch neben dem Sport engagieren». «Wir haben viele, die nur sporadisch kommen können, und das ist ok», versichern alle drei Frauen. Hauer hat selber die Erfahrung gemacht, dass sie einmal lange aussetzen musste und sich schon Sorgen machte, wie die Vereinsfreundinnen reagieren würden, «aber sie haben sich nur gefreut, dass ich wieder da war, da waren keine negativen Gefühle». Das Problem sei auch, dass der Begriff «Turnverein» etwas angestaubt ist, und viele ein veraltetes Bild davon hätten. «Man sollte vielleicht einmal darüber reden, ob man ein <Renaming> macht», sinniert Hauer, «es gibt ja mittlerweile so viele moderne und attraktivere Ausdrücke». Vielleicht fühlten sich dann auch jüngere Frauen angesprochen. Gerade suchen die Turnerinnen eine neue Leiterin für die Seniorengruppe, die jeweils am Montagabend trainiert – es darf auch jemand Junges sein.
Weitere Übungsbilder sind unter www.hoengger.ch zu finden.

Die Frauen des Turnvereins trainieren an verschiedenen Tagen in der Woche: Montags von 18 bis 19 Uhr Seniorinnen und von 19.30 bis 21.00 Uhr Frauen. Donnerstags von 20.00 bis 21.30 Uhr Fitnessgruppe. Vereinsunabhängiges Angebot: Dienstags von 19 bis 20 Uhr: Konditionstraining, 20.10 bis 21.10 Uhr: Yoga. Donnerstagmorgen 8.30 bis 9.45 Uhr: Nordic Walking. Das Zehnerabo kostet 80 Franken, Vereinsmitglieder erhalten das Abo zum halben Preis. Der komplette Trainingsplan inklusive Männer- und Jugendriegen findet sich unter https://www.tvhoengg.ch/uebersicht/.

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