Ausblick ins nächste Jahr

Weihnachtszeit und Jahresende, Zeit für Besinnlichkeit und Familienfeste aber auch Zeit für Rückblicke und Ausblicke. Werden die Immobilienpreise auch 2016 weiter ansteigen oder wird die vielzitierte, ja schon beinahe heraufbeschworene Immobilienblase tatsächlich Realität?

Patrick Rieffel, Rhombus Immobilien

Der Immobilienmarkt wird bekannterweise von verschiedenen Faktoren der gesamten Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Die Prognosen für die Schweizer Wirtschaft sind allgemein gut – die Fachleute prognostizieren ein leichtes Wachstum, teilweise wird mit bis zu 1,2 Prozent gerechnet. Selbst in der Eurozone ist mit einer positiven Entwicklung zu rechnen. Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin sehr tief und die Zinsen werden, wenn überhaupt, nur marginal erhöht.

Warum wird Wohnraum immer teurer?

Andererseits führen die zunehmende Regulierung der Finanzbranche und eine steigende Zahl des Leerstandes bei Neubauten zu deutlich längeren Absatzzeiten. Dies wiederum lässt Interessenten gelassener ans Werk gehen und verlängert den Verkauf merklich. All dies wirkt sich besänftigend auf die Preisentwicklung aus. Es wird 2016 mit einer Seitwärtsbewegung in der Preisentwicklung gerechnet. Preiskorrekturen können nicht ausgeschlossen werden, dürften aber Einzelfälle bleiben und nicht zum nationalen Trend werden.
Warum wird der Wohnraum immer teurer, obwohl der allgemeine Wunsch nach günstigeren Wohnungen unaufhaltsam grösser wird? Solange die Bevölkerung und die Politik alles unternehmen, um Bauland künstlich zu verknappen, können die Preise nicht sinken. Kulturlandinitiative, Raumplanungsgesetz, Zweitwohnungsinitiative und anderes: Veränderungen der Gesetzeslandschaft führen, nebst den angestrebten Wirkungen, fast ausschliesslich auch zu einer Verknappung von Bauland. Als Gegenmassnahme soll die Verdichtung Wunder wirken. Bis heute fehlt jedoch die Beweistauglichkeit. Alle reden von Verdichtung, doch keiner will sie bei sich haben, da dies ja vermeintlich die bestehende Wohnqualität beeinträchtige.

Fazit für das Jahr 2016

Das Fazit für 2016: Es sind weder grosse Preissprünge noch -einbrüche zu erwarten. Mit den regulatorischen Massnahmen hat die SNB eine Blasenbildung abgewendet und wird kaum weitere Bestimmungen erlassen. Die Nachfrage bleibt hoch, liegt aber leicht unter dem Angebot. Verdichtung und Raumplanungsgesetz werden von Politik und der Branche weiter kontrovers diskutiert.
Für eine konstante Aufmerksamkeit dieser Rubrik gegenüber wird gedankt und für die bevorstehende Zeit sei allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gelungener Start ins Jahr 2016 gewünscht.

Rhombus Partner Immobilien AG
Patrick Rieffel
CEO | Partner
Hönggerstrasse 115
8037 Zürich
Telefon 044 276 65 65
www.rhombus.ch

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