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Ratgeber

Alltagsstress und seine Gefahren

11. Januar 2017 von

Foto: zvg

Daniel und Daniela Zimmermann

Von

Online seit
11. Januar 2017

Printausgabe vom
12. Januar 2017
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Der Leistungsdruck und der Stress im Alltags- und Berufsleben steigen rapide an. Immer mehr gesunde Menschen konsumieren leistungssteigernde Medikamente. Mittels «Hirndoping» wird so versucht, effizienter lernen oder länger arbeiten zu können.

Leistungssteigernde Produkte gibt es schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten. Kaffee, Alkohol und Energydrinks zählen ebenso dazu wie Kokain oder Anabolika. Heute nehmen gesunde Menschen aber immer öfter auch Medikamente wie Ritalin oder Modafinil, die Konzentration und Aufmerksamkeit steigern sollen. Besonders beliebt ist der Trend auch bei Studierenden, immer mehr von ihnen greifen ins Medizinkästchen, das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Zürcher Forscherin Larissa J. Maier. Sie hat Studentinnen und Studenten der Universitäten Zürich und Basel sowie der ETH gefragt, ob sie schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente, Alkohol oder illegale Drogen genommen hätten, um ihre geistige Leistung zu verbessern. 14 Prozent bejahten die Frage. Der Spitzenreiter unter den Substanzen war klar Ritalin, welches dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Die Gefahren der Hirndoping-Präparate sind allerdings nicht zu unterschätzen. Im schlimmsten Fall können diese zu einer Abhängigkeit sowie Persönlichkeitsveränderung führen. Auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen aber auch Nervosität oder Herzrhythmusstörungen können Begleiterscheinungen sein.

«Hirndoping ist eine Illusion»

«Das hat die Forschung längst bewiesen. Statt Ritalin zu schlucken, kann man ebenso gut ein paar Tassen Kaffee oder einen Energydrink trinken. Der Effekt ist derselbe: Man bleibt länger wach und ist motivierter», sagt Ralph Schumacher. Der ETH-Lernforscher hat alle Studien gesichtet, die sich mit dem Einfluss pharmakologischer Substanzen auf den Lernerfolg beschäftigt haben. Fazit: Keine einzige konnte einen signifikanten Effekt nachweisen. Genügend Schlaf und ein entspannter Zustand würden ausreichen, damit sich das Hirn in einem Zustand optimaler, kognitiver Erregung befindet und so perfekt leistungsfähig ist. Um einen qualitativ guten und erholsamen Schlaf zu erlangen empfiehlt sich ein perfekt auf sich selbst abgestimmtes Schlafsystem. In der Schulterregion sollte es angenehmen weich sein und man sollte in der Seitenlage ohne grossen Druck einsinken können. Im Lendenbereich sollte man je nach Lage und wie stark das hohle Kreuz beziehungsweise die Taille ausgeprägt ist, eine leichte Unterstützung haben. Das Becken sollte ohne Druck zu verspüren gelagert werden können. «Nicht nur das Bett, sondern auch das Duvet hat einen enormen Einfluss auf die Schlafqualität», so Daniela Zimmermann, rls zertifizierte Schlaf- und Liegetherapeutin. Denn wer zu kalt oder zu heiss hat, hat einen sehr unruhigen Schlaf, und das hat auf die Qualität einen sofortigen Einfluss.

Einige gesunde Muntermacher

Es gibt natürliche Wege, in Schwung zu kommen und die Leistungsfähigkeit anzukurbeln. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, frische Luft, genügend Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Tee, Smoothies), aber auch Guarana- oder Ginsengpräparate, respektive Multivitamin- und Stärkungspräparate aus der Drogerie oder Apotheke und natürlich ein erholsamer Schlaf können helfen. (e)

Creativa Schlafcenter AG
Wehntalerstrasse 539
8046 Zürich
www.betten-center.ch
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kontakt@betten-center.ch

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