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Adventsbazar: ein Fest für Gross und Klein

1. Dezember 2015 von

Foto: zvg

Andrew Bond, für einmal in Gummistiefeln und mit Milchkanne, begeisterte Klein und Gross.

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Alles ist bereit für die Käuferinnen und Käufer.

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Konfitüre, Sirup oder Guetzli oder doch alles zusammen? Am Adventsbazar hatte man die Qual der Wahl.

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Grosser Andrang vor dem Verkaufsraum der Adventsgestecke und -kränze.

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Andrew Bond vor vollem Saal.

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Andrew Bond, für einmal in Gummistiefeln und mit Milchkanne, begeisterte Klein und Gross.

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Andrew Bond, für einmal in Gummistiefeln und mit Milchkanne, begeisterte Klein und Gross.

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Online seit
1. Dezember 2015

Printausgabe vom
03. Dezember 2015
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«Es hat sich gelohnt»: Dieses Fazit zogen alle Freiwilligen, die mit ihrem grossen Einsatz den Adventsbazar der katholischen Pfarrei Heilig Geist am letzten Wochenende auf die Beine gestellt haben. Am Schluss gab es keine Guetzli mehr zu kaufen und auch die 300 Kränze und Gestecke waren ausverkauft. Beim Kinderkonzert von Andrew Bond mit 520 kleinen und grossen Besucherinnen und Besuchern platzte die Kirche aus allen Nähten.

Am Samstag ab 12 Uhr standen die Käufer Schlange, um einen Adventskranz oder ein Gesteck zu erwerben, denn es hat sich herumgesprochen, dass die 30 Kranzfrauen der Pfarrei besonders versiert sind und ihre Kränze immer wieder anders, aber immer sehr schön gestalten. Auch die von 15 Bäckerinnen und Bäckern hergestellten und sehr hübsch verpackten Guetzli waren – wie auch Konfitüren und Sirupe – heiss begehrt und bereits am Sonntagmittag ausverkauft. Die Frauengruppe hatte während des ganzen Jahres an Begegnungsnachmittagen Glückwunschkarten hergestellt, Socken, Schals und Mützen gestrickt und auch Besonderes wie Schlüsselanhänger und Armwärmer kreiert. Einige Kundinnen waren begeistert, dass es diesmal wieder Bettsocken gab.

Begegnungen in adventlicher Atmosphäre

Das Flair des Bazars macht aber nicht allein das Warenangebot aus, sondern dass er ein Treffpunkt ist, an dem sich Menschen in adventlich- heimeliger Atmosphäre begegnen. Nicht selten trifft man auch Leute, die in Höngg aufgewachsen und weggezügelt sind. Das Gastroteam verwöhnte die Gäste mit diversen Menüs und Raclette.

Kinder sangen auf der Bühne

Aus der Sicht von Familien mit Kindern war zweifellos das Andrew-Bond-Konzert das Highlight: Schon vor Beginn hatten die Pfadis, die als Ordner fungierten, Mühe, die unzähligen Kinder von der Bühne fernzuhalten. In kürzester Zeit zog Andrew Bond, diesmal mit Liedern vom Bauernhof aus seinem neuesten Werk «Alli mached Mischt», das Publikum in seinen Bann. Viele Eltern waren gerührt, als am Schluss unzählige Kinder auf die Bühne durften und voller Inbrunst «Zimmetstärn» und «Adie» sangen. Vor dem Konzert hatte das Kerzenziehen über hundert Kinder angelockt: Mehr oder weniger geduldig drängten sie sich um die Wachstöpfe. Schliesslich hingen hunderte von teils krummen, teils sehr originell verzierten Kerzen zum Abkühlen am Kleiderständer. Für Kinder und Eltern, die eher die Stille suchten, war im «Raum der Stille» erstmals eine Adventsgeschichte mit Figuren von Béatrice Zimmermann dargestellt: «Der Weg zur Krippe» von Max Bolliger ist noch bis Weihnachten dort zu sehen.

Kindern in Kolumbien Hoffnung geben

Für Kinder ist auch der Erlös des Bazars von weit über 30 000 Franken bestimmt: Wie schon seit vielen Jahren unterstützt die Pfarrei das Projekt «Hoffnungsbaum» von Emmi Arnold in Nariño, Kolumbien, auch dieses Jahr. Sie leitet dort eine ökologische Schule, die über 800 Kindern von Bürgerkriegsopfern Hoffnung gibt, eine Lebensperspektive, nämlich jeden Tag genug zu essen, einen Schulabschluss und oft auch eine Berufsausbildung. Emmi Arnold berichtete im Gottesdienst, wie die Kleinbauern seit Jahrzehnten von den wenigen Grossgrundbesitzern mithilfe von Paramilitärs von ihrem Land vertrieben werden, aber auch, dass seit Papst Franziskus die Kirche Kolumbiens endlich beginnt, sich für diese Menschen und ihre Rechte einzusetzen. Freude in diese nachdenklich stimmende, teils erschütternde Feier brachten die Singenden der «Cantata Nova».
Ein solch grosser Anlass wie der Adventsbazar wäre nicht möglich ohne unzählige Arbeitsstunden, die die insgesamt weit über 100 Freiwilligen investiert haben: 1800 Stunden beim «Kranzen», wohl noch deutlich mehr beim Stricken und Basteln der Frauengruppe, 800 Stunden für die Guetzli, dazu kommen noch ungezählte Stunden des Gastroteams, der Kuchenbäckerinnen, der Pfadi und des Kerzenziehenteams. Das Pfarreiteam bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihren enormen Einsatz!

Eingesandt von Matthias Braun, katholische Kirche Heilig Geist

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