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Politik / Im Blickfeld

Adäquater Schulraum für Schülerinnen und Schüler

8. November 2017 von

Judith Stofer, Kantonsrätin AL, Zürich Kreis 6/10
Foto: zvg

Judith Stofer, Kantonsrätin AL, Zürich Kreis 6/10

Von

Online seit
8. November 2017

Printausgabe vom
09. November 2017
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Am Abstimmungssonntag vom 26. November stimmen wir auch über den Aus- und Umbau der Schulanlage Hofacker im Quartier Hirslanden ab. Das in die Jahre gekommene Schulhaus Hofacker aus dem Jahre 1938 hat eine bauliche und energetische Sanierung dringend nötig.

Da die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Stadt Zürich seit Jahren steigt ¬– heute sind es rund 30’000 Schülerinnen und Schüler, bis im Jahr 2024 werden es gemäss Schätzungen 24 Prozent mehr sein – wird die bestehende Anlage um einen zusätzlichen Bau mit Schulräumen, Verpflegungs- und Betreuungssaal, Bibliothek und Gruppenräumen erweitert. Hinzu kommt zudem eine Dreifachsporthalle, die auch Sportvereinen zur Verfügung steht.

Investition in die Zukunft

Der Gemeinderat der Stadt Zürich hat an seiner Sitzung vom 31. Mai diesem Projekt mit deutlicher Mehrheit von 100 zu 20 Stimmen zugestimmt. Bitte sagen auch Sie Ja zum Aus- und Umbau der Schulanlage Hofacker. Schüler und Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer, Hortnerinnen und Hortner sowie Kindergartenlehrpersonen und weitere Mitarbeitende verdienen adäquate Schul-, Arbeits- und Betreuungsräume. Jeder Franken, der in eine Schulanlage gesteckt wird, ist ein gut investierter Franken in die Bildung unseres Nachwuchses und damit auch in unsere Zukunft.

Schulraumplanung in Kleinstschritten

Leider hinkt die Planung von neuen Schulanlagen in der Stadt Zürich notorisch der Zunahme von Schülerinnen und Schülern hinterher. Warum dies so ist, erschliesst sich mir als ehemalige Schulpflegerin auch heute noch nicht. Mir ist in Erinnerung, dass es mir manchmal schien, als würde die Schulpflege gegen eine chinesische Mauer anrennen. Es brauchte jeweils unzählige Anläufe bis die Stadtverwaltung in die Gänge kam und dann – vielleicht – irgendeinmal ein Schulhausprojekt präsentierte.

Verstellte Pausenplätze

Viel lieber verstellt man in Zürich die für Kinder und Jugendlichen wichtigen Pausenplätze mit sogenannten Züri-Modular-Provisorien. Nichts gegen diese Schulhaus-Pavillons. Auch ich bin vor einigen Jahrzehnten in einem Schulhaus-Pavillon in die Schule gegangen. In diesen Provisorien kann man genauso gut lernen und Schule geben wie in einem richtigen Schulhaus. Nur eben: Der Pausenplatz, dieser so wichtige Platz, um sich zwischen den Schulstunden austoben zu können, wird mit diesen Provisorien beträchtlich beschnitten.

Umso erfreulicher ist es, wenn wir über neue Schulhäuser oder den Aus- und Umbau von bestehenden Schulanlagen abstimmen können. Wie beispielsweise die Vorlage Hofacker – da reut mich definitiv kein einziger Franken.

Judith Stofer, Kantonsrätin AL, Zürich, Wahlkreis 6/10

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